BIM (Building Information Modeling)

BIM

Unser Vermessungsbüro bietet Ihnen viele BIM Dienstleistungen wie Bestandsaufmaße, Geländemodelle oder 3D-Renderings an.

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Alles im Blick mit BIM

Um Bauwerke effizienter und vernetzter zu planen und zu verwalten, setzt die Methode des Building Information Modeling (kurz genannt „BIM“, deutsch: Bauwerksdatenmodellierung) neue Maßstäbe innerhalb der Baubranche.

Was ist BIM?

BIM ist eine fachübergreifende Arbeitsmethode, in der Ihre Gebäude und Projekte anhand eines dreidimensionalen Gebäudemodelles digital dargestellt werden. Dieses detailgetreue 3D-Modell wird über den kompletten Gebäude-Lebenszyklus von allen Projektbeteiligten mit relevanten Informationen “gefüttert” sowie datenbankgestützt verwaltet. So wird eine bessere Planung, Ausführung und spätere Bewirtschaftung des Gebäudes sichergestellt.

Das BIM-Modell

Die Grundlage fur BIM bildet das BIM-Koordinationsmodell, das alle Fachmodelle beinhaltet, wie beispielsweise für Rohbau, Gebäudetechnik und Wasser. Als virtuelles Modell ist es für alle Projektbeteiligten jederzeit verfügbar, was bei komplexen Bauvorhaben einen bedeutenden Mehrwert darstellt.

Unser Vermessungsbüro von buck Vermessung bietet Ihnen folgende BIM Dienstleistungen an:

Gebäudeaufmaß / Bestandsaufmaß (inkl. Gebäudeinnenaufmaß)

BIM im Bestand spezialisiert sich auf das Modellieren von Bestandsbauwerken (Bestandsaufmaß). Die Grundlage bildet eine hochpräzise 3D-Laserscan-Aufnahme in Form einer Punktwolke (Scan to BIM Prozess). Wir setzen hierfür unsere 3D-Laserscanner von Leica (RTC360 und Leica BLK2GO) ein. Anhand der entstandenen Punktwolke wird ein 3D-Modell (digitaler Zwilling) erstellt. Aus diesem Modell werden Grundrisse, Ansichten und Schnitte generiert. Diese stellen den aktuellen Stand visuell dar und können anschließend für die weitere Planungen verwendet werden.

Auch Ihre Innenräume vermessen wir mit modernsten Geräten und Messmethoden (3D-Laserscanning) und erzeugen mit spezieller Software (Register 360, Autodesk Revit und AutoCAD 3D) BIM-konforme Datenbestände. Alle relevanten Gebäudedaten können danach digital erfasst, kombiniert und vernetzt werden.

As-Built-Dokumentaion

Für diese Dokumentation wird nicht nur der Endzustand, sondern auch der aktuelle Zwischenstand Ihres Bauwerks dokumentiert. Das Modell dient unter anderem als Beweissicherung oder Mengenermittlung und zeigt die Abbildung des tatsächlich ausgeführten Zustands.

Geländemodell

Mit unseren hochauflösenden Drohnen können wir Ihnen ebenfalls ein Geländemodell erstellen bzw. importieren, das als Grundlage für weitere Planungen oder für das 3D-Modell eingesetzt werden kann.

3D-Rendering

3D-Rendering ist das Verfahren, bei dem mithilfe von spezieller Software aus einem Modell ein Bild generiert wird. Es ist der letzte Schritt bei der Animation und verleiht den Modellen und Animationen ihr endgültiges Aussehen mit visuellen Effekten wie Schattierung, Textur-Mapping, Reflexionen oder Bewegungsunschärfe.

BIM und VR

Eine weitere Möglichkeit, um Gebäude zu visualisieren ist Virtuelle Realität (VR). Im Vordergrund steht dabei nicht die Planung, sondern visuelle Informationen weiterzugegeben. So können 360°-Touren Projektbeteiligten eine bessere Orientierung ermöglichen, ohne das Gebäude selbst vor Ort besichtigen zu mussen. Eine VR-Tour bietet damit eine optimale Ergänzung, um jederzeit Details noch einmal im virtuellen Raum ansehen zu können.

Flächenberechnung

Auch beim exakten Aufmaß für die Mietflächenermittlung nach DIN 277, giF, MF/G, MF/V oder WoFIV kann ein 3D-Modell genutzt werden, um Räume intelligent und vernetzt auszuwerten. So können alle erforderlichen Informationen auf einen Blick hervorgehoben werden.

BIM-basiertes Facility Management

BIM ist die modernste Basis für ein nachhaltiges und optimiertes Facility Management und für eine lebenslange Bewirtschaftung von Gebäuden. Daten wie Informationen über Flächengrößen, Bodenbeläge, Lage von Heizkörpern, Steckdosen oder Leuchten sowie Daten der ausführenden Unternehmen geben Ihnen einen sofortigen visuellen Überblick und erleichtern die Planung und Umsetzung sämtlicher Dienstleistungen.

Digitalisierung und Dokumentation

Das Building Information Modeling als digitale Planungsmethode führt die Digitalisierung der Baubranche auf ein neues Level. Mehr als die Hälfte der deutschen Bauunternehmen (52 Prozent) hat laut Studien bereits Erfahrungen mit Building Information Modeling (BIM) gesammelt. In den nächsten Jahren wollen fast 80 Prozent der Firmen mit BIM arbeiten. Durch die Vernetzung und Synergie der fachübergreifenden Projektbeteiligten wird die Bauwerksdokumentation noch exakter, umfassender und nachhaltiger.

Was sind die Vorteile von BIM?

  • verbesserte Planungs-, Termin- und Kostensicherheit
  • vereinfachte Verwaltungs- und Pflegeprozesse
  • minimierte Qualitätsrisiken und Haftungsfälle
  • mehr Sicherheit durch optimierte und frühzeitige Fehleranalyse
  • verbesserte Kommunikation und Koordination
  • leichteres Controlling
  • zentrale Datenverwaltung
  • mehr Nachhaltigkeit durch durchdachtere Planung
  • fachübergreifende Vernetzung
  • schnellerer Informationsaustausch
  • umfassende Simulationen und Berechnungen
  • genaue und vielschichtige Visualisierung
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BIM als Modell der gemeinsamen Nutzung

3D-Laserscanning als Voraussetzung für BIM

3D-Laserscanning ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Vermessung von Gebäuden und Bauteilen. Hochmoderne 3D-Laserscanner, wie der Leica RTC360 und der Leica BLK2GO erfassen auch ausgedehnte und komplexe Objekte im Innen- und Außenbereich. Das Ergebnis der Laservermessung ist ein hochauflösendes, vollständiges Abbild. Nach dem Scannen wird aus den Einzel-Scans eine Punktwolke aus Millionen von Einzelpunkten generiert. Pro Quadratmeter können das bis zu 150 MB Daten sein. Diese Punktwolke bildet das Gebäude ab, wie es ist (“As-built”). Jedes Detail ist aus allen Blickwinkeln einsehbar.

Daraus lassen sich zweidimensionale Bestands- und Fassadenpläne oder dreidimensionale Modelle erzeugen, die dann beliebig durchgeschnitten werden können und so exakte Grundrisse, Ansichten und Schnitte liefern. Diese Daten sind auch die Basis fur den Aufbau von BIM-Modellen für Bestandsgebäude.

Was ist LOD/ Level of Detail?

Der sogenannte „LOD“ (Fertigstellungsgrad bzw. geometrischer Detaillierungsgrad) definiert den notwendigen Informationsgehalt und Detaillierungsgrad der digitalen Gebäudemodelle.

  • Fertigstellungsgrad 100 (Vorentwurfsplanung)
  • Fertigstellungsgrad 200 (Entwurfsplanung)
  • Fertigstellungsgrad 300 (Genehmigungsplanung)
  • Fertigstellungsgrad 400 (Ausfuhrungsplanung)
  • Fertigstellungsgrad 500 (Objektdokumentation)
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Der „BIM-Leitfaden für Deutschland“ verweist bezüglich Fertigstellungsgraden auf ausländische Standards, z.B. auf die Richtlinie vom US-amerikanischen Berufsverband der Architekten, AIA, bzw. auf die darauf basierenden Festlegungen des BIM-Forums (bimforum.org/LOD/) oder auch auf die PAS 1192-2 des Britischen Standardisierungsinstituts. Grund dafür ist, dass es in Deutschland derzeit noch keine Beispiele dafür an Bauwerksmodellen bzw. allgemein anerkannte Standards gibt.

Starten Sie mit buck Vermessung und BIM in die Zukunft der Bauplanung! Sie suchen einen BIM Experten in Kassel, Hessen oder in ganz Deutschland? Sie haben noch Fragen? Dann rufen Sie uns an unter +49 561 983 982–0 und lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen!

Eigene Projekte / Referenzen

Im Rahmen der Bachelor Arbeit unserer Kollegin wurde ein digitaler Zwilling des Ballhauses in Kassel als Prototyp für ein BIM der MHK erstellt. Die Grundlage war die Punktwolke aus einem 3D-Laserscan, welche vorab mit unserem Vermessungsbüro erfasst wurde. Ziel war die Erstellung der Gebäudehülle, ergänzt mit Fenstern, Türen und Innenwänden. Anhand einer Säule und einem Tür-Riss wurden exemplarisch Detailaufnahmen dargestellt. Zusätzlich wurde ein Thema der Gebäudetechnik aufgegriffen. Nach der Erstellung des Gebäudemodells wurde es in das Stadtmodell der Stadt Kassel mittels Geoinformationssystems integriert. Die Bachelor Arbeit ist Bestandteil des Projekts „KulturBauDigital – Geodatenmanagement und Geodateninfrastruktur zum effektiven Verwalten des baulichen kulturellen Erbes im Land Hessen“.

Für mehr Informationen besuchen Sie unseren Blog Artikel: BIM im Denkmalschutz