Willkommen in meinem Alltag als Student

von Alexander Klingebiel

Hochschule Anhalt, Duales Studium, Vermessung Geoinformatik, duales studium

Alexander Klingebiel beim Lernen in der Hochschule Anhalt.

In dem folgenden Blogartikel möchte ich Sie gern auf eine kleine akademische Reise mitnehmen und Ihnen einen Einblick in (m)eine „Studi-Woche“ an der Fachhochschule Anhalt geben. Als kleine Erinnerung, ich besuche dort den Studiengang Vermessung und Geoinformation.

Stunden- und Ablaufplan

Anders als bei den meisten Studenten an einer Universität müssen wir unseren Stundenplan nicht selbst erstellen, sondern bekommen ihn von der Fachhochschule vorgegeben. Somit kommt es nicht zu einer Überschneidung von den unterschiedlichen Modulen.

Allerdings bedeutet das auch, man kann sich um 8:00 Uhr nicht noch einmal gemütlich im Bett umdrehen. Getreu dem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, geht es direkt mit dem Ernst der Dinge los. Verschläft man trotzdem einmal oder verschätzt sich mit der Zeit, ist das kein Problem. Viele Professoren halten zur Erleichterung der Studenten das „akademische Viertel“ ein, so dass der Unterricht häufig zehn bis fünfzehn Minuten später beginnt.

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Wie man meinem Stundenplan entnehmen kann, hat man zwischen zwei und vier Vorlesungen pro Tag. Die meisten enden jedoch spätestens um 16:00 Uhr. Allerdings ist das von Semester zu Semester und von Fachbereich zu Fachbereich ein wenig unterschiedlich. Hinzu kommt die aktuelle Situation unter Corona. Das hat leider ab und zu Stundenausfälle zur Folge. Dadurch kommt es vor, dass der geregelte Stundenplan oftmals über den Haufen geworfen wird oder wir auf Online-Vorlesungen ausweichen.

Somit geht es normalerweise von 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr in 1,5 Stunden Blöcken und einer halbstündigen Pause dem Mittag entgegen. Die Pause nutze ich in der Regel, um mich mit meinen Kommilitonen zu unterhalten oder etwas an die frische Luft zu gehen. In der Mittagspause treffen wir uns dann entweder am Café am Campus oder in der Mensa, um gemeinsam etwas zu Essen. Gut gestärkt geht es dann mit dem zweiten Teil des Tages weiter.

Vorteil Hochschule in Anhalt

Meine Kurse bestehen derzeit aus 29 Personen. Das ist gegenüber einer „richtigen“ Universität sehr angenehm. Dort gibt es oftmals Kurse, bei denen über 400 Personen an nur einer Vorlesung teilnehmen. Dabei liegt unser Vorteil klar auf der Hand. Unsere Professoren können hier besser auf den Einzelnen eingehen und sich auch entsprechend mehr Zeit nehmen. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, dass man seine Kommilitonen in nur kurzer Zeit sehr gut kennenlernt.

Die Fachhochschule liegt in Anhalt relativ zentral. Die meisten Studenten haben daher nur einen Weg von ca. 10 Minuten bis zum Gelände. Es gibt aber auch die Möglichkeit, direkt auf dem Campus in entsprechenden Studentenwohnungen zu wohnen.

Um abzuschalten oder um sich sportlich zu betätigen, bietet unsere Fachhochschule viele Möglichkeiten. Wir spielen zum Beispiel Volleyball, Fußball oder gehen ins hauseigene Fitnessstudio. Jedoch kann man sich nicht nur sportlich ablenken, Freizeitaktivitäten wie beispielsweise:

  • Kinobesuche,
  • sich mit Freunden in einer Bar oder im Restaurant verabreden,
  • im Sommer an den See fahren (wie z.B. Ferropolis oder Sollnitzer See),
  • sich ganz einfach mit einem Einweggrill im Park entspannen, um die Sonne und das schöne Wetter zu genießen.

 

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Das UCI Kino in Dessau.

Anhaltisches Theater in Dessau.

Ein Blick über die Mulde

Spazieren gehen und entspannen sind rund um die Mulde beliebt.

Lerninhalte 

Im August bin ich ins dritte von sieben Semestern gekommen und wurde ein Teil des buck-Teams. Meine Semester teilen sich jeweils in Praxis- sowie Theoriemonate. In den drei Theoriemonaten gehe ich zur Fachhochschule. Das bedeutet Vorlesungen besuchen und Übungen wie Geodatenerfassung, Satellitengeodäsie, Projektmanagement oder Liegenschaftswissenschaften absolvieren.

Speziell im Fach Geodatenerfassung lerne ich in den Vorlesungen das Wichtigste über die Vermessung. In den Übungen werden wir an die verschiedenen Vermessungsinstrumente wie das Tachymeter oder Nivellier herangeführt.

Der Bereich der Satellitengeodäsie soll uns die Handhabung der verschiedenen GPS-Systeme lehren und einen Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise von Globalen-Navigations-Satelliten-Systemen (GNSS) verschaffen.

Im Modul Projektmanagement lernen wir anhand eines eigenen Projekts die Strukturierung sowie die richtige Planung (Kosten- bzw. Zeitplanung) eines Auftrags.

Das Fach Liegenschaftswissenschaften soll uns den Umgang mit dem Liegenschaftskataster (ALKIS=Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) näher bringen und uns an das Vermessungs-/Kataster- und Geoinformationsrecht heranführen.

In den Praxismonaten arbeite ich dann, wie bereits im letzten Blogartikel erwähnt, beim Vermessungsbüro buck in Kassel. In dieser Zeit kann ich das im Studium Erlernte mit der Praxis verbinden und umsetzen.

Am Anfang sowie am Ende der Praxisphase bzw. den Semesterferien finden die Prüfungsphasen statt. Auf diese werden wir bereits gut in den Vorlesungen vorbereitet. In dieser Zeit sollte man sich auch wirklich ausschließlich auf die anstehenden Prüfungen konzentrieren, um diese bestmöglich zu bestehen. Unser Physikprofessor sagt immer: Niemand kann ein Studium alleine schaffen. Deshalb bilden wir regelmäßige Lerngruppen, um uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.  

Es macht mir viel Spaß Neues an unserer Hochschule zu lernen, die Vermessung auf vielfältige Weise für mich zu entdecken und trotzdem nach dem Uni-Alltag etwas mit neuen Freunden zu erleben.