Kombination aus BIM + VR

Die Kombination aus BIM und VR: Spannende neue Möglichkeiten

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Mit der Virtual Reality (VR) steht laut Experten eine vierte Welle des technologischen Wachstums bevor. Denn nach Erfindung des Computers, des Internets und der Smart Devices sind wir nun in der Lage, virtuell durch ganze Städte und sogar durch Gebäude, die noch nicht gebaut wurden, zu spazieren. In Kombination mit dem Building Information Modeling (BIM) ist hier eine wichtige neue Möglichkeit für die Baubranche vorhanden. Dank der Schnittstelle ist es neuerdings möglich, kollaborativ an Projekten zu arbeiten und diese besser an den Kunden zu kommunizieren.

Lesen Sie im Folgenden, welche Vorteile die Kombination aus Virtual Reality und Bauwerksdatenmodellierung bietet und wie die Anwendung in der Praxis aussehen kann. Denn Baubesprechungen könnten künftig ganz neue Formen annehmen.

Eine Schnittstelle zwischen BIM und VR

Die virtuelle Realität erlaubt es uns, mithilfe einer VR-Brille und eines Computers frei im virtuellen Raum umherzugehen. Dies ist inzwischen auch für BIM-Modelle möglich: Die virtuelle Begehung noch nicht existierender Gebäude oder Bestandsgebäude vor der Sanierung auf Basis der BIM-Modelle ist eine spannende neue Schnittstelle. Sie erlaubt eine Besichtigung für Eigentümer, Investoren, Mieter und andere Beteiligte während der verschiedenen Bauphasen.

Dank der neuen virtuellen Realität auf Basis von Software-Modellen können verschiedene Anwendungsfälle simuliert und umgesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich schon früh Fehler oder Missverständnisse in der Planung ausmerzen. Dies spart Zeit und Kosten und führt dazu, dass Kunden deutlich zufriedener sind. Der Dialog zwischen Architekt und Auftraggeber verändert sich und bietet deutlich mehr Raum für Ideen und flexible Änderungen.

Die Baubesprechung der Zukunft

Schon im Jahr 2016 begann die Café-Kette Starbucks damit, seine Filialen in Japan mithilfe von virtueller Realität zu planen. Mithilfe der Autodesk Revit Live Software plante das Unternehmen auf Basis von BIM-Daten, wie neue Shops aussehen könnten. Dies erleichterte nicht nur die Arbeit, sondern bot erstmals auch die Möglichkeit, ganz unkompliziert mit den Baristas von Starbucks zusammenzuarbeiten, die schließlich am besten wussten, wie die ideale Filiale aussehen sollte.

Diese Baubesprechung mit einer gleichzeitigen Begehung des BIM-Modells per VR-Brille ermöglicht es Planern und anderem Fachpersonal, die geplanten Strukturen besser zu verstehen. Dank der 3D Umgebung verstehen auch Personen, die nicht im Lesen von umfassenden Ausführungs- und Detailplänen geschult sind, welche Strukturen geplant sind.

Neben verbessertem Design und enger Zusammenarbeit mit den Baristas ging Starbucks in Japan noch einen Schritt weiter: Im Rahmen seiner sozialen Projekte bot Starbucks eine Ausbildung in der Revit-Software an. Diese ermöglichte es ländlichen Mitarbeitern, von zuhause aus an der Planung neuer Cafés mitzuarbeiten und so einen zuverlässigen Job zu erhalten.

starbucks japan bim

Die Vorteile der neuen Schnittstelle

Bevor die Technik es erlaubt, auf Basis von Gebäudemodellierungsdaten und virtueller Realität zu planen, mussten Architekten und Planer ihre Pläne so gut erklären, dass selbst für Laien ein geistiges Bild entstand. Dies führte häufig zu Schwierigkeiten, denn auch mit komplexen 2D-Plänen konnten bestimmte Ideen nicht ausreichend kommuniziert werden. Die neue Schnittstelle zwischen BIM und virtueller Realität hingegen kann aktuelle Planungsdaten direkt in ein immersives Visualisierungssystem übertragen. Auch Änderungen und Ergänzungen in der BIM-Software sind dort direkt sichtbar.

Experten, die unter anderem bei Fraunhofer-Instituten und bekannten Marken aus dem Feld arbeiten, nennen die verbesserte Kommunikation zwischen Architekt und Kunden als einen der größten Vorteile der neuen Schnittstelle. Denn die virtuelle Begehung digitaler Gebäudemodelle reduziert den Aufbereitungsaufwand. Sie vermeidet die Erklärung komplexer Pläne und Modelle und bietet stattdessen ein räumliches, maßstäbliches Erlebnis. So ist eine deutlich erleichterte Abstimmung zwischen allen Akteuren möglich. Besprechungsergebnisse lassen sich direkt in die Planung rückführen.

Virtuelle Bauplanung (Symbolbild). Bild: Ludmilla Parsyak Fraunhofer IAO

Bild: Ludmilla Parsyak Fraunhofer IAO

BIM, Building Information Modeling, vermessungsbüro

Bild: buck Vermessung – Ausschnitt aus einem BIM-Modell

Anstatt in der Ausführungsphase noch Änderungswünsche umzusetzen, können Planer und Architekten dank einer BIM-VR-Schnittstelle ihren Bauherren schon früh einen umfassenden Eindruck des Bauvorhabens geben. Denn die virtuelle Begehung erlaubt es, Änderungswünsche zu erkennen und umzusetzen. Damit ist ein gleichberechtigter Dialog zwischen Auftraggeber und Durchführer möglich, der früher oft am Verständnis von Plänen gescheitert ist. Es handelt sich also um eine Emanzipation des Bauherren.

Auch für die Abstimmung zwischen verschiedenen Gewerken ist die BIM-VR-Schnittstelle relevant. Denn die zahlreichen Regularien und Normen in der deutschen Bauplanungsbranche bedeutet, dass schon früh die Voraussetzungen für ein normgerechtes Projekt geschaffen werden müssen. Die Datenvisualisierung schon in der Planungsphase erlaubt es, Architekten, Fachplanern und anderen Beteiligten, sehr früh die BIM-Daten zu betrachten und zu diskutieren.

Somit kommt es zu einem stimmigen und kollaborativen Prozess. Herausforderungen in der Bauphase werden früh erkannt, was spätere Kosten und Arbeitskraft reduziert. Eine frühe Einbindung des Bauunternehmens ist daher wichtig. Mit fortschreitender Entwicklung der Softwares wird das Bild für die Baubesprechung immer besser werden.

Hier noch einmal alle Vorteile in der Übersicht:

  • Kommunikation auf Augenhöhe
  • Kein Bedarf für komplizierte Erklärungen mehr
  • Eindeutige Visualisierung des Projektes für alle beteiligten Gewerke
  • Frühe Umsetzung von Änderungswünschen
  • Vermeidung von Konflikten und Komplikationen
  • Frühe Erkennung von Problemen
  • Effizienter Bauprozess
  • Kollaboration mit verschiedenen Akteuren möglich

Am Puls der Zeit

Bei der Schnittstelle zwischen virtueller Realität und Bauwerksdatenmodellierung handelt es sich um einen der spannendsten Trends in der Baubranche. Als Vermessungsbüro unterstützen wir die Baubranche bei der Umsetzung dieser technischen Möglichkeiten.

Außerdem rufen wir interessierte Studierende dazu auf, mit uns am Puls der Zeit zu arbeiten und ihre Bachelor- oder Masterarbeit zu Trends wie der digitalen Modellierung und Begehung von Gebäuden zu schreiben. Wir stehen als Kooperationspartner für die praktische Anwendung neuer Schnittstellen zur Verfügung und experimentieren auch gern mit innovativen Ideen für die Umsetzung neuer Technologien.

Melden Sie sich bei uns, um zu erfahren, wie Sie gemeinsam mit buck Vermessung Ihre Abschlussarbeit im Bereich Building Information Modeling und Virtual Reality umsetzen können!