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Flächenermittlung für Wohnraum

(WoFIV & MF/W) 

 

Die Flächenermittlung für Wohnraum wird in der Regel nach der Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche (WoFIV) durchgeführt. Seit 2012 beschäftigt sich die gif ebenfalls mit der Berechnung von Wohnraumflächen. Die Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für Wohnraum MF/W soll für mehr Transparenz sorgen und auch Anforderungen „neuer Wohnformen“ berücksichtigen.

Flächenermittlung für Wohnraum

Flächenangaben werden benötigt, damit Käufer oder Baukunden, die Hausgrößen und Wohnungsgrößen erfahren, die sie nutzen können. Die Flächenermittlung für Wohnraum dient außerdem dem Preisvergleich, da der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche festgelegt wird. Seit 2012 sorgt die MF/W nach DIN 227, die Richtlinie zur Berechnung von Wohnraum, für mehr Transparenz und berücksichtigt auch verschiedene neue Wohnformen.

In der MF/W sind Messpunkte der Flächenermittlung und Vorgaben zur Darstellung in Tabellen und Plänen festgehalten. DIN 227 ermittelt allerdings nicht die Wohnfläche, sondern die Nutzflächen und Verkehrsflächen in einer Wohnung. Öffentlich geförderte Wohnungen werden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet. Die Wohnflächenberechnung nach DIN 277 kann beim freifinanzierten Wohnungsbau angewendet werden.

Die Wohnflächenberechnung nach DIN 227 unterliegt festgesetzten Regeln für die Berechnung des Wohnraums und legt fest, welche der Grundflächen in einem Gebäude als Mietfläche anrechenbar sind. Sie regelt außerdem die anteilige Nutzung von Gemeinschaftsräumen. Die MF/W wird in MF/W-1.1 und MF/W-1.2 unterschieden. Erstere bezieht sich auf die Mietfläche mit vollständigem Nutzungsrecht und die MF/W-1.2 auf die Mietfläche mit anteiligem Nutzungsrecht. Es findet weiterhin eine Unterscheidung zwischen Wohnungsflächen und Nebenflächen statt.

Konstruktions-Grundflächen, Nutzflächen, Technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen werden der MF/W-0 hinzugezählt und nicht als Mietflächen gewertet.

Die Berechnung der Wohnfläche basiert auf der Grundfläche, die zunächst ermittelt werden muss. Im nächsten Schritt wird die Grundfläche in Nutzflächen, Verkehrsflächen und Funktionsflächen aufgeteilt. Zu Verkehrsflächen zählen u.a. Treppenhäuser, Eingänge und Flure. Betriebsräume werden als Funktionsflächen bewertet. Während beispielsweise bei der Wohnflächenverordnung 25 Prozent der Balkon-Grundfläche als Wohnfläche bewertet wird, wird diese bei der Wohnflächenberechnung nach DIN 227 komplett als Nutzfläche ausgewiesen. Auch Bereiche, wie Terrassen, Kellerräume und Dachschrägen müssen nach DIN 227 ausgewiesen werden.

In gemischt genutzten Gebäuden wird die MF/W zusammen mit der MF/G angewendet, welche die Berechnung von gewerblichen Flächen regelt.

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