buck Glossar
Willkommen im Glossar von buck Vermessung. Hier erklären wir wichtige Fachbegriffe aus den Bereichen Vermessung, Geodäsie, Kataster, Ingenieurvermessung, Geoinformation, Bauwesen und Immobilien verständlich und fachlich fundiert.
Die Vermessungsbranche umfasst zahlreiche Fachbegriffe, Messverfahren und technische Abkürzungen. Was ist der Unterschied zwischen Grundstück und Flurstück? Was bedeuten ALKIS, GNSS oder ETRS89/UTM? Worin unterscheiden sich 3D-Laserscanning, Photogrammetrie und Drohnenvermessung? Und welche Bedeutung haben Begriffe wie Absteckung, Liegenschaftsplan, Gebäudeeinmessung oder Grenzfeststellung für ein Bau- oder Grundstücksprojekt?
Unser Vermessungslexikon bietet einen kompakten Überblick über diese und viele weitere Begriffe. Neben klassischen Themen der Kataster- und Ingenieurvermessung erläutern wir moderne Technologien und Methoden wie 3D-Laserscanning, Mobile Mapping, Drohnenvermessung, BIM und Scan-to-BIM sowie Begriffe rund um Geodaten, Koordinaten- und Höhenbezugssysteme.
Die einzelnen Definitionen erklären nicht nur, was ein Fachbegriff bedeutet, sondern ordnen ihn auch in seinen praktischen Zusammenhang ein. So wird beispielsweise deutlich, welche Rolle Vermessungsdaten bei der Planung und Realisierung von Bauprojekten spielen, wie Grundstücks- und Gebäudedaten erfasst werden oder welche Messverfahren für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden.
Als Ingenieur- und Vermessungsbüro mit Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) in Hessen verbinden wir dabei fachliche Grundlagen mit Erfahrungen aus der täglichen Vermessungspraxis. Unser Glossar wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert, um Fachbegriffe aus der Vermessung und angrenzenden Bereichen verständlich zugänglich zu machen.
Abmarkung
Abmarkung bezeichnet in der Vermessung das dauerhafte Kennzeichnen von Grundstücksgrenzen durch das Setzen von Grenzmarken, beispielsweise Grenzsteinen, Grenzbolzen oder anderen amtlich zugelassenen Grenzzeichen. Sie sorgt dafür, dass Grenzen vor Ort sichtbar und eindeutig nachvollziehbar sind.
Eine Abmarkung erfolgt häufig im Rahmen einer Grenzfeststellung, Grenzwiederherstellung oder nach einer Zerlegungsvermessung, wenn neue Flurstücksgrenzen entstehen. Grundlage sind dabei die amtlichen Unterlagen des Liegenschaftskatasters sowie die zuvor vermessungstechnisch ermittelten Grenzpunkte.
Besonders wichtig ist eine Abmarkung bei Bauvorhaben entlang bestehender Grenzen, bei Grundstücksteilungen oder wenn zwischen Nachbarn Unsicherheiten über den genauen Grenzverlauf bestehen. Sichtbare Grenzpunkte schaffen Klarheit und helfen, spätere Konflikte oder Fehlbebauungen zu vermeiden.
Die Durchführung darf in vielen Fällen nur durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) oder die zuständige Katasterbehörde erfolgen. Dabei wird sichergestellt, dass die gesetzten Grenzzeichen rechtssicher dokumentiert und dauerhaft im Kataster nachvollziehbar sind.
Die Abmarkung ist damit ein zentraler Schritt, um Grundstücksgrenzen nicht nur rechnerisch festzulegen, sondern auch vor Ort eindeutig kenntlich zu machen.
Abstandsfläche
Abstandsfläche bezeichnet im Bauwesen den gesetzlich vorgeschriebenen Freiraum zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze oder zu benachbarten Bauwerken. Dieser Bereich darf grundsätzlich nicht oder nur eingeschränkt bebaut werden. Ziel ist es, ausreichend Belichtung, Belüftung, Brandschutz und einen angemessenen Abstand zwischen Gebäuden sicherzustellen.
Die genaue Größe der Abstandsfläche richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung und hängt in vielen Fällen von der Wandhöhe, Dachform und Nutzung des Gebäudes ab. Dadurch unterscheiden sich die Regelungen je nach Bundesland. In Hessen gelten beispielsweise die Vorgaben der Hessischen Bauordnung (HBO).
Abstandsflächen spielen besonders bei Neubauten, Anbauten, Aufstockungen oder Grundstücksteilungen eine wichtige Rolle. Bereits in der Planungsphase sollte geprüft werden, ob die vorgesehenen Gebäudeabstände eingehalten werden. Andernfalls kann es zu Einschränkungen bei der Bebaubarkeit oder zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren kommen.
Für Bauherren und Eigentümer ist die korrekte Ermittlung der Abstandsflächen daher von großer Bedeutung. Häufig bilden ein präzises Bestandsaufmaß, aktuelle Lagepläne oder ein Liegenschaftsplan zum Bauantrag die Grundlage für die weitere Planung.
Abstandsflächen sind somit ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Baurechts und sorgen für geordnete, sichere und nachhaltige Bebauung.
Absteckbescheinigung
Absteckbescheinigung ist ein amtlicher Nachweis darüber, dass ein geplantes Bauvorhaben entsprechend der genehmigten Unterlagen korrekt auf dem Grundstück abgesteckt wurde. Sie bestätigt, dass Lage, Maße und – je nach Umfang – auch die Höhenlage des Gebäudes mit den Vorgaben der Baugenehmigung übereinstimmen.
Grundlage der Bescheinigung ist die zuvor durchgeführte Absteckung bzw. Feinabsteckung, bei der die geplante Gebäudeposition aus den Bauunterlagen präzise in die Örtlichkeit übertragen wird. Dabei werden insbesondere Gebäudeachsen, Eckpunkte und relevante Bezugshöhen markiert.
Eine Absteckbescheinigung wird häufig von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde gefordert und ist in vielen Fällen Voraussetzung für den Baubeginn. Besonders relevant ist sie bei Grenzbebauungen, engen Grundstücksverhältnissen, Reihenhäusern oder sonstigen Bauvorhaben mit erhöhten Anforderungen an die exakte Lage des Gebäudes.
Die Ausstellung darf in der Regel nur durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) erfolgen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Absteckung fachgerecht, rechtssicher und auf Grundlage amtlicher Vermessungsunterlagen durchgeführt wurde.
Die Absteckbescheinigung gibt Bauherren, Behörden und ausführenden Unternehmen Sicherheit, dass das Bauvorhaben an der richtigen Stelle errichtet wird und spätere Abweichungen oder Grenzkonflikte vermieden werden.
Absteckung
Absteckung bezeichnet in der Bauvermessung die präzise Übertragung geplanter Bauwerksdaten aus den Bauunterlagen in die Örtlichkeit. Dabei werden wichtige Punkte wie Gebäudeecken, Achsen, Wandverläufe oder Höhenbezugspunkte auf dem Grundstück markiert, damit das Bauvorhaben exakt an der vorgesehenen Stelle errichtet werden kann.
Ziel der Absteckung ist es, die geplante Lage und Höhe eines Gebäudes vor Baubeginn eindeutig vor Ort sichtbar zu machen. Sie bildet damit eine wesentliche Grundlage für Erdarbeiten, Rohbau und die spätere Umsetzung gemäß Baugenehmigung und Ausführungsplanung.
Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten der Absteckung unterschieden:
Grobabsteckung:
Sie dient der ersten Orientierung auf dem Grundstück, beispielsweise zur Markierung des Baugrubenbereichs oder zur Vorbereitung der Erdarbeiten.
Feinabsteckung:
Hier werden die exakten Gebäudemaße präzise übertragen, häufig über Schnurgerüste oder feste Bezugspunkte. Sie ist entscheidend für die maßgenaue Ausführung des Bauwerks.
Eine fachgerechte Absteckung stellt sicher, dass Grenzabstände, Baufluchten und genehmigte Maße eingehalten werden. Fehler in diesem frühen Bauabschnitt können später zu erheblichen Mehrkosten oder rechtlichen Problemen führen.
Je nach Bundesland oder Bauvorhaben darf die verbindliche Absteckung beziehungsweise die Ausstellung einer Absteckbescheinigung nur durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) erfolgen.
Die Absteckung ist somit ein zentraler Schritt, um Planungsdaten sicher und präzise in die Realität umzusetzen.
ALKIS
ALKIS steht für Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem. Es ist das bundesweit nach einheitlichen Grundstrukturen geführte Informationssystem für die Daten des Liegenschaftskatasters und bildet Flurstücke, Gebäude sowie weitere Angaben zu den Liegenschaften digital ab.
In ALKIS werden geometrische und beschreibende Informationen miteinander verknüpft. Dazu gehören beispielsweise Flurstücksgrenzen und Flurstücksnummern, Gebäude, tatsächliche Nutzungen, Lagebezeichnungen sowie Angaben zu Gemarkungen und Fluren. Welche Informationen bereitgestellt werden, richtet sich nach den jeweiligen katasterrechtlichen Vorgaben und Datenbeständen.
ALKIS bildet damit eine wesentliche Grundlage für die digitale Führung und Bereitstellung amtlicher Liegenschaftsdaten. Aus den enthaltenen Informationen können beispielsweise Liegenschaftskarten und weitere Auszüge aus dem Liegenschaftskataster bereitgestellt werden.
Änderungen an Flurstücken, Grenzen oder Gebäuden können durch Katastervermessungen entstehen. Nach Prüfung und Übernahme der Vermessungsergebnisse werden die entsprechenden Daten im Liegenschaftskataster fortgeführt.
Vom Grundbuch ist ALKIS klar zu unterscheiden: ALKIS beschreibt insbesondere die räumlichen und tatsächlichen Verhältnisse der Liegenschaften. Die rechtlichen Eigentumsverhältnisse sowie grundstücksbezogene Rechte werden dagegen im Grundbuch geführt.
Mehr über die Inhalte, Anwendungsmöglichkeiten und technische Umsetzung von ALKIS erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „ALKIS erklärt: Digitale Grundstücksdaten auf Knopfdruck“.
Architekt / Architektin
Architekt / Architektin bezeichnet eine fachlich qualifizierte Person, die Bauvorhaben plant, gestaltet und häufig auch in der Umsetzung begleitet. Das Tätigkeitsfeld reicht von Wohnhäusern und Gewerbeimmobilien bis hin zu öffentlichen Gebäuden, Sanierungen oder städtebaulichen Projekten.
Der Beruf verbindet gestalterische, technische und wirtschaftliche Anforderungen. Neben dem architektonischen Entwurf spielen Themen wie Funktionalität, Nachhaltigkeit, Baurecht, Energieeffizienz und Kostenkontrolle eine wichtige Rolle. Ziel ist es, Gebäude zu entwickeln, die sowohl gestalterisch überzeugen als auch praktisch und wirtschaftlich funktionieren.
Architekten erstellen unter anderem Entwurfspläne, Bauantragsunterlagen, Ausführungszeichnungen und koordinieren verschiedene Fachplaner im Projektverlauf. Je nach Beauftragung übernehmen sie außerdem Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung.
In vielen Projekten arbeiten Architekten eng mit Fachbüros zusammen – beispielsweise mit Tragwerksplanern, Haustechnikplanern, Bauunternehmen und einem Vermessungsbüro. Vermessungsleistungen wie Bestandsaufmaß, Lagepläne oder 3D-Laserscanning bilden dabei häufig eine wichtige Grundlage für Planung und Bauausführung.
Gerade bei Umbauten, Revitalisierungen oder komplexen Neubauten profitieren Architekten von präzisen Bestandsdaten und aktuellen Vermessungsunterlagen. So lassen sich Planungsfehler reduzieren und Projekte effizienter umsetzen.
Architekten übernehmen damit eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Realisierung moderner Bauprojekte – von der ersten Idee bis zur Fertigstellung.
Aufmaß
Aufmaß bezeichnet die genaue Erfassung von Maßen, Flächen, Höhen oder Volumen an bestehenden Bauwerken, Räumen, Grundstücken oder ausgeführten Bauleistungen. Es dient als verlässliche Grundlage für Planung, Abrechnung, Dokumentation und weitere bauliche Entscheidungen.
Im Bauwesen wird ein Aufmaß häufig benötigt, um tatsächlich ausgeführte Leistungen nachvollziehbar zu ermitteln. Dazu zählen beispielsweise Wandflächen, Bodenflächen, Längen, Raumgrößen oder Kubaturen. Auf dieser Basis können Leistungen transparent abgerechnet oder Baufortschritte überprüft werden.
Ebenso wichtig ist das Aufmaß im Bestand – etwa vor Umbauten, Sanierungen, Revitalisierungen oder Nutzungsänderungen. In diesen Fällen werden vorhandene Gebäude präzise aufgenommen, um daraus Bestandspläne, Schnitte, Ansichten oder digitale Modelle abzuleiten.
Aufmaße können mittels klassischer Vermessung erfolgen, heute kommen jedoch moderne Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere 3D-Laserscanning, mobile Mapping-Systeme oder photogrammetrische Verfahren (Drohnenvermessung). Diese Technologien ermöglichen eine schnelle und hochgenaue Erfassung auch komplexer Gebäudegeometrien.
Die gewonnenen Daten schaffen Sicherheit für Architekten, Fachplaner, Bauunternehmen und Eigentümer. Planungsfehler, Maßabweichungen oder kostenintensive Nacharbeiten lassen sich dadurch deutlich reduzieren.
Je nach Anwendungsfall wird zwischen verschiedenen Arten des Aufmaßes unterschieden – zum Beispiel Bestandsaufmaß, Flächenaufmaß nach MF-GIF 2023 oder DIN 277, Fassadenaufmaß oder technischem Aufmaß für Umbauplanungen.
Ein präzises Aufmaß ist somit die Grundlage für wirtschaftliche, sichere und effizient geplante Bauprojekte.
Ausbildung Bautechnischer Konstrukteur (ehemals Bauzeichner)
Ausbildung Bautechnischer Konstrukteur (ehemals Bauzeichner) bezeichnet eine moderne, praxisorientierte Berufsausbildung im Bauwesen. Der Beruf wurde inhaltlich weiterentwickelt und die frühere Bezeichnung Bauzeichner in vielen Bereichen durch die neue Berufsbezeichnung Bautechnischer Konstrukteur ersetzt.
Bautechnische Konstrukteure erstellen technische Zeichnungen, digitale Modelle und Planunterlagen für Bauprojekte. Sie arbeiten unter anderem in den Bereichen Architektur, Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbau oder Vermessung und setzen Entwürfe von Architekten und Ingenieuren präzise in ausführbare Unterlagen um.
Die Ausbildung erfolgt in der Regel dual, also im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Während der Ausbildungszeit werden unter anderem folgende Inhalte vermittelt:
- Arbeiten mit moderner CAD-Software
- Erstellen von Bau- und Ausführungsplänen
- Bearbeitung von Bestandszeichnungen
- Anfertigung von Detailplänen
- Grundlagen der Bautechnik und Konstruktion
- Baustoffkunde und Bauvorschriften
- Digitale Planungsmethoden wie 3D-Modelle und BIM
Je nach Schwerpunkt arbeiten Bautechnische Konstrukteure eng mit Architekten, Ingenieuren, Vermessungsbüros und Bauunternehmen zusammen. Sie bilden eine wichtige Schnittstelle zwischen Planung und praktischer Umsetzung auf der Baustelle.
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und der hohen Bautätigkeit bestehen sehr gute Zukunftsperspektiven.
Auch bei buck Vermessung spielt die Ausbildung eine wichtige Rolle. Jährlich werden zum 01. August neue Auszubildende eingestellt – unter anderem im Bereich bautechnische Konstruktion mit Schwerpunkt Architektur. Dabei lernen die Auszubildenden den Umgang mit modernen Planungsprozessen und arbeiten frühzeitig an realen Projekten mit.
Interesse an einer Ausbildung?
Dann freuen wir uns über deine Bewerbung über unsere Karriereseite, per E-Mail oder ganz unkompliziert über unser Schnellbewerbungsformular.
Bei Rückfragen steht Jennifer Errico gerne als Ansprechpartnerin unter 0561 983982-44 zur Verfügung.
Ausbildung Vermessungstechniker / Vermessungstechnikerin
Ausbildung zum Vermessungstechniker / zur Vermessungstechnikerin ist eine vielseitige und zukunftssichere Berufsausbildung im Bereich Geodäsie, Bauwesen und digitale Datenerfassung. Sie verbindet moderne Technik mit praktischer Arbeit im Freien, präziser Büroarbeit und spannenden Projekten rund um Grundstücke, Gebäude und Infrastruktur.
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt dual – also im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule. Während der Ausbildungszeit werden theoretische Grundlagen vermittelt und gleichzeitig praktische Erfahrungen im echten Projektalltag gesammelt.
Zu den typischen Ausbildungsinhalten gehören:
- Durchführen von Vermessungen im Außendienst
- Arbeiten mit modernen Tachymetern, GPS-Systemen
- Einsatz digitalen Messverfahren wie Drohne und 3D-Laserscannern
- Auswertung von Messdaten im Innendienst
- Erstellung von Lageplänen, Karten und Bestandsunterlagen
- Arbeiten mit CAD- und GIS-Software
- Grundlagen des Kataster- und Bauwesens
Der Beruf ist ideal für Menschen, die gerne im Team arbeiten, technisches Interesse mitbringen und sowohl draußen als auch am Computer tätig sein möchten. Präzision, Verantwortungsbewusstsein und räumliches Denken spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Bei buck Vermessung beginnt die Ausbildung jedes Jahr zum 01. August. Ausgebildet wird mit modernster Technik, echten Projekten und direkter Einbindung in den Arbeitsalltag. Die Auszubildenden lernen frühzeitig alle wichtigen Bereiche kennen – vom Außendienst bis zur digitalen Datenbearbeitung.
Ein besonderer Vorteil: buck Vermessung bildet gezielt für den eigenen Bedarf aus. Das bedeutet, dass Nachwuchskräfte langfristig aufgebaut und nach erfolgreichem Abschluss in der Regel zu 100 % übernommen werden. Ziel ist es, motivierte junge Menschen dauerhaft in das Unternehmen zu integrieren und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Damit bietet die Ausbildung bei buck Vermessung nicht nur einen qualifizierten Berufsstart, sondern auch hervorragende Perspektiven für eine sichere Zukunft in einem modernen, wachsenden Unternehmen.
Interesse an einer Ausbildung?
Dann freuen wir uns über deine Bewerbung über unsere Karriereseite, per E-Mail oder ganz unkompliziert über unser Schnellbewerbungsformular.
Bei Rückfragen steht Jennifer Errico gerne als Ansprechpartnerin unter 0561 983982-44 zur Verfügung.
Bauantrag
Bauantrag bezeichnet das formelle Genehmigungsverfahren, mit dem ein Bauvorhaben bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde eingereicht wird. Ziel ist es, die behördliche Zustimmung für einen Neubau, Anbau, Umbau, eine Nutzungsänderung oder andere bauliche Maßnahmen zu erhalten.
Damit geprüft werden kann, ob das Vorhaben den geltenden Vorschriften entspricht, müssen dem Bauantrag verschiedene Unterlagen beigefügt werden. Dazu gehören je nach Projekt unter anderem Bauzeichnungen, Baubeschreibungen, statische Nachweise, Berechnungen sowie vermessungstechnische Unterlagen.
Ein besonders wichtiger Bestandteil ist häufig der Liegenschaftsplan zum Bauantrag. Dieser stellt das Grundstück, bestehende Bebauung, Grenzen, Abstände sowie die geplante Position des Bauwerks maßstäblich dar. Auch Angaben wie Gebäudehöhen, First- und Traufhöhen oder Abstandsflächen können für die Genehmigungsprüfung relevant sein.
Gerade bei Neubauten, Grenzbebauungen oder komplexen Grundstückssituationen sind präzise Vermessungsdaten entscheidend. Fehlerhafte oder unvollständige Unterlagen können zu Rückfragen, Verzögerungen oder Ablehnungen führen.
buck Vermessung unterstützt Bauherren, Architekten und Projektentwickler mit wichtigen Vermessungsleistungen rund um den Bauantrag. Dazu gehören insbesondere:
- Liegenschaftspläne zum Bauantrag
- Bestandsaufmaße und Lagepläne
- Höhenaufnahmen und Geländedaten
- Gebäudeabsteckungen
- weitere vermessungstechnische Grundlagen für die Planung
Durch vollständige und präzise Unterlagen lässt sich das Genehmigungsverfahren häufig effizienter und reibungsloser gestalten.
Baugrenze
Eine Baugrenze ist eine im Bebauungsplan festgesetzte Linie, die den Bereich begrenzt, innerhalb dessen Gebäude oder Gebäudeteile errichtet werden dürfen. Sie gehört zu den Festsetzungen über die überbaubare Grundstücksfläche.
Ein Gebäude darf die Baugrenze grundsätzlich nicht überschreiten. Ein Zurückbleiben hinter der Baugrenze ist dagegen zulässig. Für bestimmte Gebäudeteile können nach den geltenden planungsrechtlichen Regelungen Ausnahmen beziehungsweise geringfügige Überschreitungen zugelassen werden.
Baugrenzen werden in Bebauungsplänen häufig so angeordnet, dass sie gemeinsam ein Baufenster bilden. Dieses kennzeichnet den Bereich eines Grundstücks, innerhalb dessen die Bebauung grundsätzlich vorgesehen ist. Dabei sind zusätzlich weitere Vorgaben des Bebauungsplans sowie bauordnungsrechtliche Anforderungen, beispielsweise zu Abstandsflächen, zu berücksichtigen.
Für die Vermessung ist die Baugrenze insbesondere bei der Planung und Absteckung von Bauvorhaben relevant. Grundstücksgrenzen, geplante Gebäudegeometrie und die Festsetzungen des Bebauungsplans müssen dabei räumlich eindeutig zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Von der Baulinie ist die Baugrenze klar zu unterscheiden: Während an eine Baulinie grundsätzlich herangebaut werden muss, legt die Baugrenze lediglich fest, wie weit die Bebauung reichen darf.
Bauingenieur / Bauingenieurin
Bauingenieur / Bauingenieurin bezeichnet eine technisch qualifizierte Fachkraft, die Bauwerke und Infrastrukturprojekte plant, berechnet, koordiniert und in der Umsetzung begleitet. Das Tätigkeitsfeld reicht von Wohn- und Gewerbegebäuden über Brücken, Straßen und Hallen bis hin zu komplexen Industrie- und Ingenieurbauwerken.
Im Mittelpunkt stehen die technische Machbarkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit eines Bauprojekts. Bauingenieure beschäftigen sich unter anderem mit Tragwerksplanung, Konstruktion, Baustatik, Bauabläufen, Bauleitung, Infrastrukturplanung oder Projektsteuerung.
Je nach Schwerpunkt arbeiten Bauingenieure in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel:
- Hochbau – Gebäude und Baukonstruktionen
- Tiefbau – Straßen, Kanäle, Leitungen und Erdbau
- Ingenieurbau – Brücken, Stützwände, Sonderbauwerke
- Baumanagement – Ausschreibung, Bauleitung, Projektsteuerung
- Bestand und Sanierung – Umbauten, Revitalisierung, Instandsetzung
Bauingenieure arbeiten eng mit Architekten, Fachplanern, Behörden, Bauunternehmen und einem Vermessungsbüro zusammen. Präzise Vermessungsdaten bilden dabei häufig die Grundlage für Planung und Ausführung.
Gerade bei Neubauten, Umbauten oder komplexen Bestandsprojekten kommen moderne Vermessungsmethoden wie 3D-Laserscanning, Drohnenvermessung, Höhenaufnahmen oder digitale Bestandsaufmaße zum Einsatz. Diese liefern exakte Daten für Berechnungen, Planungen und bauliche Entscheidungen.
Auch in der Bauausführung übernehmen Bauingenieure wichtige Aufgaben bei Terminsteuerung, Qualitätskontrolle, Kostenüberwachung und technischer Koordination.
Bauingenieure tragen somit entscheidend dazu bei, dass Bauprojekte sicher, wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden.
Baulandumlegung
Baulandumlegung bezeichnet ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Neuordnung von Grundstücken, um Flächen entsprechend den Vorgaben eines Bebauungsplans sinnvoll bebaubar und erschließbar zu machen. Ziel ist es, aus oftmals ungünstig zugeschnittenen oder unerschlossenen Grundstücken zweckmäßige Baugrundstücke zu bilden.
Dabei werden bestehende Flurstücke innerhalb eines festgelegten Umlegungsgebietes neu geordnet. Eigentümer erhalten in der Regel neu zugeschnittene Grundstücke, die hinsichtlich Lage, Nutzbarkeit und Wert dem eingebrachten Eigentum entsprechen. Gleichzeitig können Flächen für Straßen, Wege, Grünanlagen oder sonstige öffentliche Infrastruktur bereitgestellt werden.
Die Baulandumlegung spielt besonders bei neuen Wohngebieten, Gewerbegebieten oder größeren Entwicklungsflächen eine wichtige Rolle. Ohne eine geordnete Neuaufteilung wären viele Grundstücke nur eingeschränkt oder gar nicht bebaubar.
Rechtliche Grundlage ist das Baugesetzbuch (BauGB). Das Verfahren wird meist durch die Gemeinde eingeleitet und durch einen Umlegungsausschuss oder die zuständige Behörde durchgeführt. Dabei werden Eigentumsverhältnisse, Flächenwerte und spätere Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigt.
Die Baulandumlegung wird umgangssprachlich teilweise mit dem Begriff Flurbereinigung verwechselt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Verfahren. Während die Baulandumlegung vor allem im städtebaulichen Bereich eingesetzt wird, betrifft die Flurbereinigung überwiegend ländliche Flächen und landwirtschaftliche Grundstücksneuordnungen.
Für die Umsetzung sind präzise Vermessungsdaten unerlässlich. Häufig werden benötigt:
- aktuelle Flurstücksgrenzen
- Bestandsaufnahmen der vorhandenen Situation
- Flächenberechnungen
- Lagepläne und Neuordnungspläne
- spätere Zerlegungsvermessungen und Grenzfeststellungen
Als ÖbVI unterstützt buck Vermessung Kommunen, Projektentwickler und Eigentümer mit vermessungstechnischen Leistungen im Zusammenhang mit Umlegungsverfahren, Grundstücksneuordnungen und katastertechnischer Betreuung.
Die Baulandumlegung ist damit ein wichtiges Instrument, um Bauland effizient zu entwickeln, Eigentumsverhältnisse neu zu ordnen und geordnete städtebauliche Strukturen zu schaffen.
Baulast
Baulast bezeichnet eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Bauaufsichtsbehörde, bestimmte Handlungen zu dulden, zu unterlassen oder dauerhaft sicherzustellen. Sie dient dazu, baurechtliche Anforderungen zu erfüllen, wenn diese nicht allein auf dem betroffenen Baugrundstück nachgewiesen werden können.
Typische Beispiele sind:
- Sicherung von Zufahrten oder Zuwegungen
- Übernahme von Abstandsflächen
- Vereinigungsbaulasten zwischen mehreren Grundstücken
- Stellplatzbaulasten
- Leitungsrechte oder Erschließungssicherungen
- Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege
Eine Baulast wird in das Baulastenverzeichnis eingetragen und ist damit auch für zukünftige Eigentümer des belasteten Grundstücks verbindlich. Im Unterschied zu einer privaten Grunddienstbarkeit wird die Baulast nicht im Grundbuch, sondern öffentlich-rechtlich bei der zuständigen Behörde geführt.
Baulasten spielen besonders bei Neubauten, Grundstücksteilungen, Nachverdichtungen, Grenzbebauungen oder komplexen Eigentumsverhältnissen eine wichtige Rolle. Häufig sind sie erforderlich, um eine Baugenehmigung überhaupt zu ermöglichen.
Auch bei Infrastrukturmaßnahmen, Erschließungen oder in der Trassenplanung können Baulasten notwendig sein, beispielsweise zur Sicherung von Leitungsführungen, Zugangsrechten oder technischen Schutzbereichen.
Für die Eintragung oder Prüfung einer Baulast werden oft präzise Lagepläne und Vermessungsunterlagen benötigt. Dazu zählen unter anderem:
- Liegenschaftspläne zum Bauantrag
- Grenzdarstellungen und Flurstücksverläufe
- Flächen- und Abstandsnachweise
- Bestandsaufmaße und Lagepläne
Eine Baulast ist somit ein wichtiges Instrument, um baurechtliche Anforderungen rechtssicher zu regeln und Bauvorhaben auf benachbarten oder verbundenen Grundstücken zu ermöglichen.
buck Vermessung unterstützt Sie mit den erforderlichen Vermessungsgrundlagen im Zusammenhang mit Baulasten und Genehmigungsverfahren.
Baulinie
Eine Baulinie ist eine im Bebauungsplan festgesetzte Linie, auf der ein Gebäude errichtet werden muss. Sie gehört – ebenso wie die Baugrenze – zu den Festsetzungen über die überbaubare Grundstücksfläche.
Ist eine Baulinie festgesetzt, müssen Gebäude grundsätzlich auf dieser Linie errichtet werden. Damit kann beispielsweise eine einheitliche Stellung von Gebäuden entlang einer Straße oder innerhalb eines städtebaulich geplanten Bereichs vorgegeben werden. Abweichungen können nur unter den jeweiligen planungsrechtlichen Voraussetzungen zugelassen werden.
Für die Planung eines Bauvorhabens muss die Lage der Baulinie in Verbindung mit den Grundstücksgrenzen, der geplanten Gebäudegeometrie und weiteren Festsetzungen des Bebauungsplans betrachtet werden. Auch bauordnungsrechtliche Anforderungen, beispielsweise zu Abstandsflächen, können zusätzlich relevant sein.
In der Vermessung spielt die Baulinie insbesondere bei der Gebäudeabsteckung und der Übertragung der genehmigten Planung in die Örtlichkeit eine Rolle. Dabei muss sichergestellt werden, dass die vorgesehene Lage des Gebäudes mit den maßgeblichen Planungsgrundlagen übereinstimmt.
Der Unterschied zur Baugrenze liegt in der Bindungswirkung: An eine Baulinie muss grundsätzlich herangebaut werden, während eine Baugrenze grundsätzlich nicht überschritten werden darf.
Bauprojekt
Bauprojekt bezeichnet die Planung, Organisation und Umsetzung eines Bauvorhabens – von der ersten Idee bis zur Fertigstellung und Übergabe. Dabei kann es sich um ein Wohngebäude, eine Gewerbeimmobilie, eine Industriehalle, Infrastrukturmaßnahmen oder die Sanierung eines Bestandsgebäudes handeln.
Ein Bauprojekt besteht in der Regel aus mehreren aufeinander abgestimmten Phasen. Dazu gehören unter anderem:
- Projektidee und Grundlagenermittlung
- Entwurfs- und Genehmigungsplanung
- Bauantrag und behördliche Abstimmungen
- Ausführungsplanung
- Ausschreibung und Vergabe
- Bauausführung
- Bauüberwachung und Qualitätskontrolle
- Fertigstellung und Dokumentation
Damit ein Bauprojekt erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen viele Beteiligte koordiniert zusammenarbeiten. Dazu zählen häufig Bauherren, Architekten, Bauingenieure, Fachplaner, Behörden, Bauunternehmen und ein Vermessungsbüro.
Präzise Vermessungsleistungen spielen in nahezu jeder Projektphase eine wichtige Rolle. Dazu gehören beispielsweise:
- Liegenschaftspläne zum Bauantrag
- Bestandsaufmaße bestehender Gebäude
- 3D-Laserscanning für Umbau- und Sanierungsprojekte
- Höhenaufnahmen und Geländemodelle
- Absteckungen vor Baubeginn
- Gebäudeeinmessungen nach Fertigstellung
Ein professionelles Bauprojektmanagement achtet darauf, Termine, Kosten, Qualität und Abläufe im Blick zu behalten. Moderne digitale Werkzeuge wie CAD, BIM oder cloudbasierte Projektplattformen unterstützen dabei die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
buck Vermessung begleitet Bauprojekte mit modernen Vermessungslösungen – vom ersten Lageplan bis zur finalen Einmessung. Durch verlässliche Daten und präzise Ausführung lassen sich Risiken reduzieren und Projekte effizienter steuern.
Ein Bauprojekt ist somit ein komplexer Prozess, bei dem gute Planung, klare Koordination und exakte Grundlagen entscheidend für den Erfolg sind.
Baustelle
Baustelle bezeichnet einen räumlich abgegrenzten Bereich, in dem Bau-, Umbau-, Sanierungs- oder Abbrucharbeiten durchgeführt werden. Baustellen entstehen bei unterschiedlichsten Vorhaben – vom Einfamilienhaus über Gewerbeimmobilien bis hin zu Straßenbau, Industrieanlagen oder großen Infrastrukturprojekten.
Je nach Bauvorhaben finden auf einer Baustelle verschiedene Arbeiten statt, zum Beispiel:
- Erdarbeiten und Aushub
- Gründungs- und Fundamentarbeiten
- Rohbau und Stahlbetonarbeiten
- Tiefbau- und Leitungsarbeiten
- Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen
- Außenanlagen und Erschließung
Damit eine Baustelle effizient und sicher funktioniert, sind Planung, Koordination und klare Abläufe entscheidend. Häufig arbeiten dort mehrere Gewerke gleichzeitig zusammen – etwa Bauunternehmen, Fachfirmen, Architekten, Bauleiter und Vermessungsingenieure.
Auch Vermessungsleistungen spielen auf Baustellen eine zentrale Rolle. Dazu gehören unter anderem:
- Absteckungen für Gebäude, Achsen und Baugruben
- Höhenkontrollen und Nivellements
- Bestandsaufnahmen während des Baufortschritts
- Kontrollmessungen zur Qualitätssicherung
- Massenermittlungen im Erd- und Tiefbau
- 3D-Laserscanning zur Baudokumentation
Besonders bei engen Grundstücksverhältnissen, Grenzbebauungen oder komplexen Bauprojekten sind präzise Vermessungsdaten unverzichtbar. Fehlerhafte Maße auf der Baustelle können zu Verzögerungen, Mehrkosten oder Ausführungsproblemen führen.
Eine Baustelle ist somit weit mehr als nur ein Arbeitsbereich: Sie ist der Ort, an dem Planung Realität wird und viele Fachbereiche erfolgreich zusammenarbeiten müssen.
Bebauungsplan
Ein Bebauungsplan ist eine kommunale Satzung, die für ein bestimmtes Gebiet verbindliche Vorgaben zur städtebaulichen Nutzung und Bebauung von Grundstücken festlegt. Er wird von der jeweiligen Gemeinde auf Grundlage des Baugesetzbuches (BauGB) aufgestellt und gehört zur verbindlichen Bauleitplanung.
Je nach Inhalt kann ein Bebauungsplan beispielsweise Festsetzungen zur Art und zum Maß der baulichen Nutzung, zur überbaubaren Grundstücksfläche, zu Verkehrsflächen oder zur Bauweise enthalten. Auch Baugrenzen und Baulinien können darin festgesetzt sein und bestimmen, in welchem Bereich beziehungsweise an welcher Linie gebaut werden darf oder muss.
Für Bauherren, Architekten und Planer ist der Bebauungsplan eine wichtige Grundlage bei der Planung eines Bauvorhabens. Ob und in welcher Form ein Grundstück bebaut werden kann, hängt jedoch nicht allein vom Bebauungsplan ab. Zusätzlich sind weitere öffentlich-rechtliche Anforderungen zu berücksichtigen, beispielsweise aus dem Bauordnungsrecht.
Auch für die Vermessung ist der Bebauungsplan von Bedeutung. Bei der Erstellung von Liegenschaftsplänen, Gebäudeabsteckungen oder anderen projektbezogenen Vermessungen können seine Festsetzungen mit den Grundstücks- und Planungsdaten in Beziehung gesetzt werden.
Nicht zu verwechseln ist der Bebauungsplan mit dem Flächennutzungsplan: Während der Flächennutzungsplan die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung für das gesamte Gemeindegebiet in ihren Grundzügen darstellt, enthält der Bebauungsplan rechtsverbindliche Festsetzungen für einen räumlich abgegrenzten Teil des Gemeindegebietes.
BIM (Building Information Modeling)
BIM (Building Information Modeling) bezeichnet eine digitale Methode zur Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauprojekten. Im Zentrum steht ein intelligentes 3D-Modell, das neben der Geometrie auch alle relevanten Bauwerksdaten enthält – etwa Materialien, Mengen, Kosten, Zeitpläne und technische Eigenschaften.
Im Unterschied zu klassischen Planungsmethoden arbeiten alle Projektbeteiligten – von Architektinnen über Ingenieurinnen bis zum Vermessungsbüro – mit einem gemeinsamen, zentralen Datenmodell. Dadurch werden Prozesse transparenter, Abstimmungen effizienter und Planungsfehler frühzeitig erkannt.
In der Praxis bildet BIM die Schnittstelle zu modernen Vermessungstechnologien wie 3D-Laserscanning und dem Bestandsaufmaß. Aus den erfassten Daten entstehen präzise digitale Modelle (Scan-to-BIM), die als Grundlage für Planung, Umbau und Dokumentation dienen.
Darüber hinaus ermöglicht BIM eine durchgängige Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks – von der ersten Planung über die Bauphase bis hin zum Betrieb und zur Instandhaltung.
Kurz gesagt: BIM vernetzt alle relevanten Bauwerksdaten in einem digitalen Modell und sorgt für mehr Effizienz, Qualität und Planungssicherheit im Bauprozess.
Brownfield
Brownfield bezeichnet bereits genutzte oder bebaute Grundstücke und Areale, die für eine neue Nutzung oder Umnutzung vorgesehen sind. Häufig handelt es sich dabei um ehemalige Industrieflächen, Gewerbestandorte, Kasernen, Logistikflächen oder andere brachliegende Grundstücke innerhalb bestehender Siedlungsstrukturen.
Im Gegensatz zu sogenannten „Greenfields“ – also unbebauten Flächen auf der grünen Wiese – verfügen Brownfields meist bereits über bestehende Infrastruktur wie Straßen, Leitungen oder Gebäudeanschlüsse. Dadurch bieten sie großes Potenzial für nachhaltige Stadtentwicklung und die Revitalisierung innerstädtischer Bereiche.
Viele Brownfield-Flächen sind jedoch durch ihre frühere Nutzung geprägt. Typische Herausforderungen sind:
- Altlasten oder Bodenverunreinigungen
- alte oder beschädigte Bausubstanz
- komplexe Eigentumsverhältnisse
- fehlende oder veraltete Bestandsunterlagen
- Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen
Vor einer Neubebauung oder Umnutzung sind daher häufig umfangreiche Untersuchungen und Planungen erforderlich. Präzise Vermessungsdaten spielen dabei eine wichtige Rolle.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
- Bestandsaufmaße bestehender Gebäude
- 3D-Laserscanning für komplexe Industrieanlagen
- Drohnenvermessung und Geländemodelle
- Flächen- und Höhenanalysen
- digitale Bestandsdokumentationen und BIM-Modelle
Gerade bei ehemaligen Industrie- oder Gewerbestandorten schaffen verlässliche Bestandsdaten eine wichtige Grundlage für Planung, Sanierung und zukünftige Nutzungskonzepte. Moderne Vermessungstechnologien ermöglichen dabei eine schnelle und präzise Erfassung selbst komplexer Bestandsstrukturen.
Brownfields gelten heute als wichtiger Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklung, da bestehende Flächen sinnvoll weitergenutzt und zusätzliche Flächenversiegelungen reduziert werden können.
Deformation
Deformation bezeichnet die Veränderung der Form, Lage oder Position eines Bauwerks, Bauteils oder Untergrunds infolge äußerer Einwirkungen. Ursache können beispielsweise Belastungen, Setzungen, Temperaturänderungen, Erschütterungen oder Bewegungen des Bodens sein.
Deformationen treten in unterschiedlichster Form auf – etwa als Verformung, Neigung, Rissbildung oder Verschiebung. Sie können sowohl langsam über einen längeren Zeitraum entstehen als auch plötzlich auftreten.
Betroffen sind unter anderem:
- Gebäude und Hochhäuser
- Brücken und Tunnel
- Stützwände und Baugruben
- Verkehrswege und Infrastruktur
- Industrieanlagen
- Böschungen oder Hänge
Nicht jede Deformation ist automatisch kritisch. Viele Bauwerke reagieren innerhalb zulässiger Toleranzen auf Belastungen oder Umwelteinflüsse. Werden Veränderungen jedoch zu groß oder ungleichmäßig, kann dies Auswirkungen auf Stabilität, Funktion oder Sicherheit haben.
Besonders bei großen Bauprojekten, schwierigen Baugrundverhältnissen oder sensiblen Bestandsbauwerken spielt die frühzeitige Erkennung von Veränderungen eine wichtige Rolle.
Deformationsmessung
Deformationsmessung bezeichnet die präzise vermessungstechnische Überwachung von Lage-, Höhen- oder Formveränderungen an Bauwerken und Geländeoberflächen. Ziel ist es, selbst kleinste Bewegungen frühzeitig zu erkennen, zu dokumentieren und langfristig auszuwerten.
Dabei werden fest definierte Messpunkte in regelmäßigen Zeitabständen kontrolliert und miteinander verglichen. So lassen sich beispielsweise Setzungen, Verschiebungen, Neigungen oder Verformungen millimetergenau erfassen.
Deformationsmessung kommen unter anderem zum Einsatz bei:
- Baugruben und Tiefbaumaßnahmen
- Brücken, Tunneln und Stützwänden
- Industrie- und Infrastrukturprojekten
- sensiblen Bestandsgebäuden
- Bahnanlagen oder Verkehrswegen
- Hängen und Böschungen
Je nach Projektanforderung werden unterschiedliche Messverfahren eingesetzt, beispielsweise:
- Präzisionsnivellements
- Tachymetrische Messungen
- GNSS- / GPS-Messungen
- automatische Monitoring-Systeme
- geodätische Kontrollmessungen
- 3D-Laserscanning
Deformationsmessungen dienen der technischen Überwachung, Qualitätssicherung und Risikominimierung. Sie helfen dabei, Veränderungen objektiv nachzuweisen und mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen.
Die gewonnenen Daten bilden eine wichtige Grundlage für Ingenieure, Bauherren, Sachverständige und Behörden, um Entwicklungen fachlich bewerten und geeignete Maßnahmen ableiten zu können.
Denkmalpflege
Denkmalpflege umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung, Pflege, Restaurierung und Dokumentation historischer Bauwerke, Anlagen und kultureller Zeugnisse. Ziel ist es, die ursprüngliche Bausubstanz und den historischen Charakter eines Denkmals möglichst dauerhaft zu bewahren.
Dabei geht es nicht nur um den Schutz einzelner Gebäude, sondern auch um den Erhalt von Geschichte, Architektur und kultureller Identität. Denkmalpflege spielt daher eine wichtige Rolle bei der Sanierung historischer Altbauten, Kirchen, Industrieanlagen, Fachwerkhäuser oder denkmalgeschützter Ensembles.
Vor jeder Sanierung oder Umgestaltung ist eine möglichst genaue Bestandsaufnahme entscheidend. Besonders wichtig sind dabei:
- bestehende Gebäudegeometrien
- historische Bauteile und Details
- Verformungen oder Schäden
- Fassaden, Gewölbe und Dachkonstruktionen
- frühere Umbauten und Erweiterungen
Für diese Arbeiten kommen heute häufig moderne Vermessungsmethoden zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere:
- Bestandsaufmaße historischer Gebäude
- 3D-Laserscanning komplexer Bauwerke
- photogrammetrische Dokumentationen
- digitale Bestandspläne und 3D-Modelle
- Deformations- und Kontrollmessungen
Die präzise Erfassung ermöglicht es Architekten, Denkmalpflegern und Fachplanern, historische Strukturen detailliert zu analysieren und Sanierungsmaßnahmen gezielt zu planen.
Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden ist ein schonender Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz entscheidend. Digitale Vermessungstechnologien helfen dabei, historische Bauwerke effizient, berührungslos und äußerst präzise zu dokumentieren.
Denkmalpflege trägt somit dazu bei, kulturelles Erbe langfristig zu erhalten und historische Bauwerke auch für zukünftige Generationen erlebbar zu machen.
Denkmalschutz
Denkmalschutz bezeichnet den gesetzlichen Schutz von Gebäuden, Bauwerken, Anlagen oder anderen Objekten mit besonderer historischer, kultureller oder architektonischer Bedeutung. Ziel ist es, wertvolle Zeugnisse der Geschichte dauerhaft zu erhalten und vor Verlust, Verfall oder ungeeigneten Veränderungen zu schützen.
Grundlage des Denkmalschutzes sind die jeweiligen Denkmalschutzgesetze der Bundesländer. Sie regeln, welche Gebäude oder Anlagen als Denkmal eingestuft werden und unter welchen Voraussetzungen Veränderungen zulässig sind.
Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, dürfen bauliche Maßnahmen meist nur mit Zustimmung der zuständigen Denkmalbehörde durchgeführt werden. Dies betrifft beispielsweise:
- Sanierungen und Umbauten
- Fassadenänderungen
- Dach- oder Fenstersanierungen
- Nutzungsänderungen
- Erweiterungen oder Anbauten
- Rückbau- und Restaurierungsarbeiten
Dabei geht es nicht nur um die äußere Erscheinung eines Bauwerks, sondern häufig auch um historische Innenräume, Konstruktionen oder besondere Details der Bausubstanz.
Für Planungen und Sanierungen denkmalgeschützter Gebäude sind präzise Bestandsdaten besonders wichtig. Moderne Vermessungstechnologien unterstützen dabei, historische Bauwerke detailliert und möglichst schonend zu dokumentieren.
Denkmalschutz leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt historischer Baukultur und prägt vielerorts das Stadtbild sowie die Identität ganzer Regionen.
Deponie
Deponie bezeichnet eine speziell angelegte Anlage zur dauerhaften Ablagerung von Abfällen, die nicht recycelt, verwertet oder anderweitig behandelt werden können. Sie bildet die letzte Stufe der Abfallentsorgung und dient dem Schutz von Umwelt, Boden und Grundwasser.
In Deutschland unterliegen Deponien strengen gesetzlichen Vorgaben. Grundlage sind unter anderem die Deponieverordnung (DepV) sowie weitere umweltrechtliche Regelungen. Je nach Art und Belastung der eingelagerten Stoffe werden Deponien in unterschiedliche Klassen eingeteilt – von DK 0 für gering belastete mineralische Abfälle bis hin zu DK IV für besonders überwachungsbedürftige oder gefährliche Abfälle.
Moderne Deponien verfügen über umfangreiche technische Sicherungssysteme, beispielsweise:
- Abdichtungs- und Dichtungssysteme
- Sickerwassererfassung und -behandlung
- Gasfassungssysteme
- Kontroll- und Überwachungseinrichtungen
- technische Rekultivierungsmaßnahmen
Der Betrieb einer Deponie umfasst mehrere Phasen – von Planung und Genehmigung über den laufenden Betrieb bis hin zur Stilllegung und jahrzehntelangen Nachsorge.
Deponien spielen eine wichtige Rolle in der modernen Kreislauf- und Abfallwirtschaft, da sie eine kontrollierte und sichere Entsorgung nicht verwertbarer Abfälle ermöglichen. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Flächenmanagement, Umweltüberwachung und nachhaltige Nachnutzung ehemaliger Deponieflächen zunehmend an Bedeutung.
Deponievermessung
Deponievermessung umfasst alle vermessungstechnischen Leistungen zur Planung, Überwachung, Dokumentation und Kontrolle von Deponien. Sie dient dazu, den sicheren und gesetzeskonformen Betrieb einer Deponie während aller Projektphasen zuverlässig zu unterstützen.
Die Vermessung spielt bereits bei der Planung und Errichtung einer Deponie eine wichtige Rolle – beispielsweise bei Geländeaufnahmen, Höhenmodellen oder der Absteckung von Bauabschnitten. Während des laufenden Betriebs werden regelmäßig Bestandsdaten erfasst, um Veränderungen der Oberfläche, eingelagerten Materialmengen oder mögliche Setzungen zu dokumentieren.
Typische Aufgaben der Deponievermessung sind unter anderem:
- Gelände- und Bestandsaufnahmen
- Absteckungen von Deponiebereichen
- Höhen- und Kontrollmessungen
- Setzungs- und Bewegungsmessungen
- Volumen- und Massenermittlungen
- Erstellung digitaler Geländemodelle
- Dokumentation von Oberflächenveränderungen
Besonders wichtig ist die präzise Berechnung von Volumen und Massenbewegungen. Dies betrifft nicht nur klassische Deponieflächen, sondern auch temporäre Haufwerke, Schüttwerke oder Materiallagerflächen im Tiefbau, Erdbau und Recyclingbereich.
Heute kommen dabei zunehmend moderne Vermessungstechnologien zum Einsatz, beispielsweise:
- Drohnenvermessung
- 3D-Laserscanning
- GNSS- / GPS-Messungen
- tachymetrische Geländeaufnahmen
- digitale Geländemodelle und Punktwolken
Diese Verfahren ermöglichen eine schnelle, flächendeckende und präzise Erfassung auch großer Flächen sowie die zuverlässige Berechnung von Schüttgut- und Materialvolumen.
Deponievermessungen liefern eine wichtige Grundlage für Betreiber, Ingenieurbüros und Behörden, um Betriebsabläufe, Materialbewegungen und langfristige Entwicklungen nachvollziehbar bewerten zu können.
DGNB
DGNB steht für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – eine Organisation, die nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen fördert und hierfür eigene Zertifizierungssysteme entwickelt hat. Ziel ist es, Gebäude und Quartiere ganzheitlich hinsichtlich ihrer ökologischen, ökonomischen und funktionalen Qualität zu bewerten.
Das DGNB-Zertifikat gilt international als anerkannter Standard für nachhaltige Bauprojekte. Bewertet werden unter anderem:
- Energieeffizienz
- Ressourcenschonung
- CO₂-Emissionen
- Innenraumqualität
- Wirtschaftlichkeit
- Lebenszyklus eines Gebäudes
- Standort- und Nutzungsqualität
Je nach erreichter Gesamtbewertung werden Zertifizierungen in Bronze, Silber, Gold oder Platin vergeben.
Im Gegensatz zu vielen anderen Nachhaltigkeitsstandards betrachtet die DGNB nicht nur einzelne Umweltaspekte, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks – von der Planung über den Betrieb bis hin zur langfristigen Nutzung.
Gerade bei modernen Büro-, Gewerbe- und Quartiersentwicklungen spielt die DGNB-Zertifizierung heute eine zunehmend wichtige Rolle. Sie unterstützt Bauherren, Investoren und Planer dabei, nachhaltige, wirtschaftliche und langfristig wertbeständige Gebäude zu realisieren.
Auch bei der Revitalisierung historischer Bestandsgebäude gewinnt nachhaltiges Bauen immer mehr an Bedeutung. Der neue Unternehmensstandort von buck Vermessung in der revitalisierten Heeresbäckerei Kassel wurde beispielsweise nach dem DGNB-Gold-Standard ausgezeichnet.
Damit entwickelt sich die DGNB-Zertifizierung zunehmend zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal für moderne und nachhaltige Bauprojekte.
DHHN2016
Das DHHN2016 (Deutsches Haupthöhennetz 2016) bildet die Grundlage des aktuellen amtlichen Höhenbezugssystems in Deutschland. Es stellt ein bundesweit einheitliches Netz präzise bestimmter Höhenfestpunkte bereit und ermöglicht dadurch die eindeutige und vergleichbare Bestimmung von Höhen.
Die im DHHN2016 bestimmten amtlichen Höhen werden als Normalhöhen über Normalhöhennull (NHN) angegeben. Damit steht für Vermessungs-, Bau- und Infrastrukturprojekte ein einheitlicher Höhenbezug zur Verfügung.
Das DHHN2016 ist unter anderem von Bedeutung für:
- Ingenieur- und Bauvermessungen
- Höhenmessungen und Nivellements
- Straßen-, Brücken- und Verkehrswegebau
- Kanal- und Leitungsbau
- Gelände- und Bestandsaufmaße
- Hochwasserschutz und Wasserbau
- geodätische Grundlagenvermessungen
Für Vermessungsprojekte ist ein eindeutiger Höhenbezug besonders wichtig, da Höhenwerte nur dann zuverlässig miteinander verglichen und weiterverwendet werden können, wenn das zugrunde liegende Bezugssystem bekannt ist.
Das DHHN2016 löste frühere amtliche Höhenbezugsnetze ab. Deshalb sollte insbesondere bei älteren Plan-, Bau- und Vermessungsunterlagen geprüft werden, auf welches Höhenbezugssystem sich vorhandene Höhenangaben beziehen. Bezeichnungen wie „m ü. NN“ dürfen nicht ohne Weiteres mit aktuellen Höhenangaben in NHN gleichgesetzt werden.
Digitales Oberflächenmodell (DOM)
Ein Digitales Oberflächenmodell (DOM) ist eine digitale, dreidimensionale Darstellung der sichtbaren Oberfläche eines Gebietes. Es bildet neben der Geländeoberfläche auch darauf befindliche Objekte wie Gebäude, Bauwerke oder Vegetation mit ihren jeweiligen Höhen ab.
Die Datengrundlage für ein DOM kann beispielsweise durch Drohnenvermessung, Photogrammetrie oder LiDAR gewonnen werden. Aus den erfassten Messdaten beziehungsweise Punktwolken wird ein flächenhaftes Höhenmodell erzeugt, das die Höhenverhältnisse der aufgenommenen Oberfläche digital beschreibt.
Digitale Oberflächenmodelle werden unter anderem für Planungs- und Bestandsaufgaben, Gelände- und Höhenanalysen, Bau- und Infrastrukturprojekte sowie zur Auswertung größerer Flächen eingesetzt. Sie können außerdem eine Grundlage für weitere räumliche Analysen und dreidimensionale Darstellungen bilden.
Wichtig ist die Abgrenzung zum Digitalen Geländemodell (DGM): Während ein DOM die sichtbare Oberfläche einschließlich darauf befindlicher Objekte abbildet, beschreibt ein DGM grundsätzlich die Geländeoberfläche ohne Gebäude und Vegetation. Bei der Erstellung eines DGM müssen entsprechende Objektpunkte daher aus den Ausgangsdaten herausgefiltert beziehungsweise klassifiziert werden.
DOM und DGM können aus derselben Datenerfassung hervorgehen, stellen jedoch unterschiedliche Informationen über die erfasste Umgebung bereit.
Digitale Projekt- und Immobilienverwaltung
Die digitale Projekt- und Immobilienverwaltung bezeichnet die zentrale Organisation, Bereitstellung und Nutzung von Informationen, Dokumenten und digitalen Bestandsdaten über den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten und Immobilien.
Dazu werden unterschiedliche Informationen in einer digitalen Projektumgebung zusammengeführt. Neben klassischen Projektunterlagen, Plänen und Dokumenten können im Fall von ORBIT auch 3D-Modelle, Punktwolken, 360°-Fotorundgänge und weitere digitale Gebäudedaten eingebunden werden.
Ziel ist es, Informationen strukturiert und ortsunabhängig zugänglich zu machen. Dadurch können Projektbeteiligte auf gemeinsame Datenbestände zugreifen, Abstimmungen vereinfachen und den Informationsverlust zwischen einzelnen Projektphasen reduzieren.
Die digitale Projekt- und Immobilienverwaltung ist insbesondere für Projektentwickler, Immobilienbestandshalter, Family Offices, öffentliche Auftraggeber sowie Unternehmen mit mehreren Gebäuden oder Filialstandorten relevant.
Eine wichtige Grundlage bilden aktuelle und verlässliche Bestandsdaten. Diese können beispielsweise durch 3D-Laserscanning, Mobile Mapping, Drohnenvermessung oder klassische Vermessungsverfahren gewonnen werden.
Von einem Building Information Modeling (BIM) oder einem Digitalen Zwilling ist die digitale Projekt- und Immobilienverwaltung zu unterscheiden: Während BIM die modellbasierte Informationsverwaltung und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellt und ein digitaler Zwilling ein reales Objekt digital abbildet, konzentriert sich die digitale Projekt- und Immobilienverwaltung auf die strukturierte Organisation und Nutzung projekt- und immobilienbezogener Informationen. Die Ansätze können sich ergänzen.
Mit der eigenentwickelten Plattform ORBIT bietet buck Vermessung eine Lösung, um digitale Bestandsdaten und Projektinformationen zentral bereitzustellen und über verschiedene Projektphasen hinweg nutzbar zu machen.
Mehr über die praktische Anwendung erfahren Sie auf unserer Leistungsseite zur digitalen Projektverwaltung mit ORBIT.
Digitaler Zwilling (Digital Twin)
Ein Digitaler Zwilling (Digital Twin) ist eine digitale Repräsentation eines realen Objekts, Gebäudes, einer Anlage oder eines räumlichen Systems. Er bildet relevante Eigenschaften und Strukturen des realen Bestandes digital ab und kann – abhängig von seinem Anwendungszweck – mit zusätzlichen Informationen und aktuellen Daten verknüpft werden.
Im Bau-, Immobilien- und Infrastrukturbereich können Geodaten und Vermessungsdaten eine wichtige Grundlage für die Erstellung eines Digitalen Zwillings bilden. Mithilfe von 3D-Laserscanning, Mobile Mapping, Drohnenvermessung oder weiteren Messverfahren lassen sich bestehende Gebäude und Anlagen räumlich erfassen. Daraus können beispielsweise Punktwolken, 3D-Modelle oder strukturierte Gebäudemodelle entstehen.
Ein Digitaler Zwilling geht jedoch über eine reine 3D-Visualisierung hinaus. Je nach Anwendung können geometrische Informationen mit weiteren Daten zu Bauteilen, Anlagen, Zuständen oder Prozessen verbunden und im Laufe des Lebenszyklus aktualisiert werden. Dadurch kann das digitale Abbild beispielsweise für Planung, Dokumentation, Betrieb, Instandhaltung oder die Analyse von Veränderungen genutzt werden.
Vom BIM-Modell ist der Digitale Zwilling begrifflich zu unterscheiden. Ein BIM-Modell bildet strukturierte Bauwerksinformationen ab und kann eine wichtige Grundlage für einen Digitalen Zwilling darstellen. Ein Digitaler Zwilling kann darüber hinaus mit Daten aus dem realen Objekt oder dessen Betrieb verknüpft und fortlaufend aktualisiert werden.
Auch Scan-to-BIM ist nicht mit einem Digitalen Zwilling gleichzusetzen: Scan-to-BIM beschreibt den Prozess von der geometrischen Bestandserfassung bis zum strukturierten BIM-Modell, während der Digitale Zwilling ein weiterführendes digitales Abbild des realen Objekts darstellt.
DIN 18202
DIN 18202 ist eine deutsche Norm zur Festlegung von Toleranzen im Hochbau. Sie definiert, welche Maß-, Lage- und Ebenheitsabweichungen bei Bauwerken und Bauteilen zulässig sind und dient damit als wichtige Grundlage für die Qualitätskontrolle auf Baustellen.
Die Norm legt fest, innerhalb welcher Grenzen sich beispielsweise Wände, Böden, Decken oder andere Bauteile von der ideal geplanten Form unterscheiden dürfen, ohne als Mangel zu gelten. Ziel ist es, eine technisch und funktional einwandfreie Bauausführung sicherzustellen.
Besonders relevant ist die DIN 18202 bei:
- Ebenheitsprüfungen von Böden und Decken
- Ausrichtung von Wänden und Fassaden
- Höhen- und Lagekontrollen
- Beton- und Rohbauarbeiten
- Montage von Fenstern, Türen und Fassadenelementen
- Qualitätskontrollen während der Bauausführung
Die Norm enthält Tabellen mit zulässigen Grenzwerten für unterschiedliche Messstrecken und Bauteile. Je nach Nutzung und Anforderungen gelten dabei unterschiedliche Toleranzen.
In der Praxis spielt die DIN 18202 häufig eine wichtige Rolle bei Abnahmen, Mängelbewertungen oder technischen Streitfragen zwischen Bauherren, Planern und ausführenden Unternehmen. Grundlage hierfür sind präzise Messungen und nachvollziehbare Dokumentationen.
Zur Überprüfung der zulässigen Abweichungen kommen moderne Messverfahren zum Einsatz, beispielsweise:
- tachymetrische Kontrollmessungen
- digitale Höhenmessungen
- Ebenheitsprüfungen
- 3D-Laserscanning
- digitale Bestandsaufnahmen und Punktwolken
Gerade bei hochwertigen Bauprojekten, Industriehallen oder komplexen Bestandsbauten ermöglichen digitale Vermessungsmethoden eine besonders präzise und flächendeckende Analyse von Ebenheiten und geometrischen Abweichungen.
Die DIN 18202 zählt damit zu den wichtigsten technischen Regelwerken für Maßgenauigkeit und Qualitätssicherung im Bauwesen.
DIN 277
DIN 277 ist eine zentrale deutsche Norm zur Berechnung von Grundflächen und Rauminhalten von Bauwerken im Hochbau. Sie schafft einheitliche Regeln für die Flächenermittlung und dient als wichtige Grundlage für Planung, Baukosten, Immobilienbewertung und Gebäudedokumentation.
Die Norm definiert unterschiedliche Flächenarten und legt fest, wie diese korrekt ermittelt und voneinander abgegrenzt werden. Zu den wichtigsten Begriffen zählen:
- Brutto-Grundfläche (BGF)
- Netto-Raumfläche (NRF)
- Konstruktions-Grundfläche (KGF)
Die Brutto-Grundfläche umfasst dabei sämtliche Grundflächen eines Gebäudes einschließlich konstruktiver Bauteile wie Außen- und Innenwände. Die Netto-Raumfläche beschreibt hingegen die tatsächlich nutzbaren Flächen innerhalb eines Gebäudes.
DIN 277 wird in vielen Bereichen eingesetzt, unter anderem bei:
- Baukostenberechnungen
- Projektentwicklungen
- Immobilienbewertungen
- Miet- und Nutzflächenanalysen
- Facility Management
- Bestandsdokumentationen
- Flächenmanagement großer Immobilien
Für eine normgerechte Flächenermittlung sind präzise Bestandsdaten entscheidend. Besonders bei komplexen Bestandsgebäuden oder großen Gewerbeimmobilien kommen heute häufig digitale Vermessungsmethoden zum Einsatz.
Dazu zählen beispielsweise:
- Bestandsaufmaße
- 3D-Laserscanning
- digitale Gebäudepläne
- BIM-basierte Gebäudemodelle
- Flächenauswertungen nach DIN 277 oder MF-GIF 2023
Durch moderne Vermessungstechnologien lassen sich Flächen effizient, nachvollziehbar und mit hoher Genauigkeit erfassen und dokumentieren.
DIN 277 zählt damit zu den wichtigsten Grundlagen für die professionelle Flächen- und Gebäudedokumentation im Bau- und Immobilienwesen.
Discounter
Discounter bezeichnet ein Einzelhandelsunternehmen, das Waren zu besonders günstigen Preisen anbietet. Grundlage des Geschäftsmodells sind meist eine schlanke Betriebsstruktur, standardisierte Abläufe, geringe Betriebskosten und ein bewusst reduziertes Sortiment.
Discounter konzentrieren sich häufig auf Produkte des täglichen Bedarfs, insbesondere:
- Lebensmittel
- Drogerieartikel
- Haushaltswaren
- Aktions- und Saisonware
Typisch für Discounter sind eine funktionale Ladengestaltung, ein hoher Warenumschlag sowie ein vergleichsweise geringer Serviceaufwand. Um dauerhaft günstige Preise anbieten zu können, setzen viele Unternehmen verstärkt auf Eigenmarken und standardisierte Verkaufsflächen.
Zu den bekanntesten Discountern in Deutschland zählen unter anderem Aldi, Lidl, Penny oder Netto.
Die Preisstrategie eines Discounters basiert auf hohen Verkaufszahlen bei gleichzeitig niedrigen Margen. Effiziente Logistik, zentrale Einkaufsstrukturen und optimierte Prozesse spielen daher eine entscheidende Rolle.
Im Zuge moderner Standortentwicklungen gewinnen zudem Themen wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und standardisierte Baukonzepte zunehmend an Bedeutung.
Drohne
Drohne bezeichnet ein unbemanntes Luftfahrzeug, das ferngesteuert oder automatisiert fliegen kann. Häufig wird auch die Bezeichnung UAV („Unmanned Aerial Vehicle“) verwendet. Drohnen kommen heute in vielen Bereichen zum Einsatz – unter anderem in der Fotografie, Landwirtschaft, Industrie, Inspektion und Vermessung.
Moderne Drohnen können mit unterschiedlichen technischen Systemen ausgestattet werden, beispielsweise mit:
- hochauflösenden Kameras
- GPS- und GNSS-Technik
- Laserscannern
- Wärmebildkameras
- Sensoren zur Datenerfassung
Dadurch lassen sich Luftbilder, Videos und digitale Geodaten effizient aus der Vogelperspektive erfassen.
Besonders vorteilhaft sind Drohnen bzw. Drohnenvermessung bei schwer zugänglichen oder großflächigen Bereichen. Sie ermöglichen eine schnelle Datenerfassung ohne aufwendige Gerüste, Hubsteiger oder Befahrungen und werden daher häufig bei Infrastrukturprojekten, Industrieanlagen, Baustellen oder Geländeaufnahmen eingesetzt.
Neben der technischen Anwendung spielen auch gesetzliche Vorgaben eine wichtige Rolle. Der Einsatz von Drohnen unterliegt in Deutschland bestimmten luftrechtlichen Regelungen, beispielsweise hinsichtlich Flughöhe, Flugzonen, Datenschutz oder Sicherheitsabständen.
Je nach Projektanforderung kommen unterschiedliche professionelle Drohnensysteme und Sensorsysteme zum Einsatz, die speziell auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sind. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Sensorik, Akkutechnik und Software gewinnen Drohnen in vielen technischen und wirtschaftlichen Bereichen zunehmend an Bedeutung.
Drohnenthermografie
Drohnenthermografie bezeichnet die Aufnahme thermografischer Daten aus der Luft mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera. Sie verbindet die Vorteile der Thermografie mit der flexiblen Erfassung aus unterschiedlichen Flughöhen und Perspektiven.
Die Wärmebildkamera erfasst die von Oberflächen abgegebene Infrarotstrahlung und macht daraus abgeleitete Temperaturunterschiede in Thermogrammen beziehungsweise Wärmebildern sichtbar. Durch den Einsatz einer Drohne können insbesondere große, schwer zugängliche oder vom Boden aus nur aufwendig erfassbare Bereiche untersucht werden.
Typische Einsatzbereiche der Drohnenthermografie sind unter anderem:
- Photovoltaikanlagen und Solarparks
- Dächer und Gebäudehüllen
- Fassaden und größere Bauwerke
- Industrie- und technische Anlagen
- großflächige Areale und Infrastrukturen
Bei Photovoltaikanlagen können beispielsweise thermische Auffälligkeiten einzelner Module oder Modulbereiche sichtbar gemacht und räumlich zugeordnet werden. An Gebäuden lassen sich Temperaturunterschiede an Dach- oder Fassadenflächen dokumentieren, die anschließend fachlich bewertet werden können.
Die Aussagekraft thermografischer Aufnahmen hängt wesentlich von den Aufnahme- und Umgebungsbedingungen ab. Sonneneinstrahlung, Wind, Außentemperatur, Materialeigenschaften, Emissionsgrad und Reflexionen können die Messergebnisse beeinflussen. Eine erkannte Temperaturabweichung zeigt daher zunächst eine thermische Auffälligkeit und nicht automatisch deren Ursache.
Durch die Verbindung mit Geodaten und einer räumlichen Referenzierung können die aufgenommenen Wärmebilder bestimmten Bereichen oder Objekten zugeordnet und für Dokumentation und weitere Auswertungen bereitgestellt werden.
Ausführliche Informationen zu Einsatzmöglichkeiten und zur Durchführung finden Sie auf unserer Leistungsseite Thermografie / Drohnenthermografie.
Drohnenvermessung
Drohnenvermessung bezeichnet die Erfassung von Geodaten mithilfe unbemannter Luftfahrzeuge – sogenannter Drohnen oder UAVs. Sie zählt heute zu den modernsten Vermessungsmethoden und wird eingesetzt, um Gelände, Bauwerke oder große Flächen schnell, präzise und effizient aus der Luft zu erfassen.
Dabei erstellen Drohnen hochauflösende Luftbilder oder erfassen Messdaten mithilfe spezieller Sensoren. Aus diesen Daten lassen sich unter anderem folgende Ergebnisse erzeugen:
- digitale Geländemodelle
- Orthophotos
- 3D-Modelle
- Punktwolken
- Höhenmodelle
- Volumen- und Massenermittlungen
Je nach Projekt kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz – beispielsweise Photogrammetrie oder LiDAR-Technologie. Moderne Drohnensysteme ermöglichen dabei Genauigkeiten im Zentimeterbereich.
Die Drohnenvermessung eignet sich besonders für:
- große oder schwer zugängliche Flächen
- Baustellen und Infrastrukturprojekte
- Deponien, Haufwerke und Schüttwerke
- Kieswerke und Erdbaustellen
- Industrie- und Gewerbeflächen
- Trassen- und Leitungsplanung
- Bestands- und Geländeerfassungen
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der schnellen Datenerfassung aus der Luft. Dadurch können Projekte häufig effizienter dokumentiert und Planungsgrundlagen innerhalb kurzer Zeit bereitgestellt werden. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand für klassische Geländeaufnahmen im unwegsamen oder schwer erreichbaren Bereich.
Darüber hinaus eignen sich Drohnenvermessungen besonders gut für wiederkehrende Kontroll- und Dokumentationsaufgaben – beispielsweise zur Erfassung von Baufortschritten, Geländeänderungen oder Materialbewegungen über definierte Zeiträume hinweg.
Neben klassischen Vermessungsaufgaben kommen Drohnen heute auch für thermografische Aufnahmen zum Einsatz, etwa zur Inspektion von Photovoltaikanlagen, Dächern oder technischen Anlagen.
Durch moderne Sensorik und digitale Auswertungsverfahren liefert die Drohnenvermessung heute eine präzise und wirtschaftliche Grundlage für zahlreiche Anwendungen im Bau-, Infrastruktur- und Umweltbereich.
Duales Studium Vermessung
Duales Studium Vermessung verbindet ein akademisches Studium mit praxisnaher Ausbildung im Unternehmen. Studierende erwerben dabei sowohl theoretisches Fachwissen als auch praktische Erfahrung in realen Projekten und Arbeitsabläufen.
Im Mittelpunkt stehen Themen aus den Bereichen:
- Vermessungstechnik
- Geodäsie
- Ingenieurvermessung
- Geoinformatik
- digitale Datenerfassung
- Bau- und Katasterwesen
Während der Praxisphasen arbeiten die Studierenden direkt in Vermessungsbüros, Ingenieurunternehmen oder öffentlichen Einrichtungen mit und lernen moderne Vermessungstechnologien sowie den Projektalltag kennen. Ergänzend dazu vermitteln Hochschulen oder Fachhochschulen die theoretischen Grundlagen.
Zu den typischen Aufgaben während des dualen Studiums gehören unter anderem:
- Durchführung von Vermessungen im Außendienst
- Auswertung von Messdaten
- Arbeiten mit CAD- und GIS-Systemen
- Erstellung digitaler Lage- und Bestandspläne
- Einsatz moderner Technologien wie 3D-Laserscanning oder Drohnenvermessung
- Mitwirkung an Bau-, Infrastruktur- und Katasterprojekten
Das duale Studium eignet sich besonders für Menschen, die technisches Interesse mitbringen und Theorie direkt mit praktischer Anwendung verbinden möchten. Gleichzeitig bietet es einen frühen Einstieg in die Berufswelt sowie enge Einblicke in reale Projektabläufe.
buck Vermessung kooperiert im Rahmen des dualen Studiums unter anderem mit der Hochschule Anhalt-Dessau, der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, der Frankfurt University of Applied Sciences sowie der Hochschule München.
Der Studien- und Praxisbeginn erfolgt jeweils zum Wintersemester des aktuellen Jahres. Durch die enge Verzahnung von Studium und Praxis entsteht eine besonders fundierte Ausbildung mit sehr guten Zukunftsperspektiven in der Vermessungs-, Bau- und Infrastrukturbranche.
Interesse an einem dualen Studium bei buck Vermessung?
Dann freuen wir uns über eine Bewerbung über die Karriereseite, per E-Mail oder über das Schnellbewerbungsformular. Bei Rückfragen steht Jennifer Errico gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Due Diligence
Due Diligence bezeichnet die systematische Prüfung und Bewertung eines Unternehmens, Grundstücks oder Projekts vor einer Investition, Transaktion oder wichtigen Entscheidung. Ziel ist es, Risiken, Chancen und mögliche Problemfelder frühzeitig zu erkennen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Wirtschafts- und Finanzbereich, spielt heute jedoch auch in der Immobilien-, Bau- und Projektentwicklung eine wichtige Rolle.
Im Immobilien- und Bauwesen umfasst eine Due-Diligence-Prüfung häufig die Analyse von:
- Grundstücken und Gebäuden
- baurechtlichen Rahmenbedingungen
- technischen und baulichen Zuständen
- Umwelt- und Altlastensituationen
- Erschließung und Infrastruktur
- bestehenden Nutzungen und Genehmigungen
- wirtschaftlichen und finanziellen Risiken
Je nach Projektziel werden unterschiedliche Arten der Due Diligence unterschieden, beispielsweise:
- Technical Due Diligence (TDD)
- Legal Due Diligence
- Financial Due Diligence
- Environmental Due Diligence
Im technischen Bereich spielen präzise Bestandsdaten und belastbare Dokumentationen eine wichtige Rolle. Gerade bei Bestandsimmobilien, Industrieflächen oder Brownfield-Projekten werden häufig digitale Gebäudeaufnahmen, Flächenanalysen oder Bestandsdokumentationen benötigt, um den tatsächlichen Zustand eines Objekts nachvollziehbar bewerten zu können.
Dazu gehören häufig auch professionelle Flächenermittlungen nach DIN 277 oder MF-GIF 2023, um Miet-, Nutz- oder Gebäudeflächen transparent, nachvollziehbar und vergleichbar zu erfassen. Ergänzend kommen oftmals digitale Bestandsaufnahmen, 3D-Laserscanning oder BIM-basierte Gebäudedokumentationen zum Einsatz.
Due-Diligence-Prüfungen helfen Investoren, Projektentwicklern, Eigentümern und Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, Planungsgrundlagen zu schaffen und Investitionsentscheidungen besser abzusichern.
DVW
DVW steht für den DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e. V. und zählt zu den wichtigsten fachlichen Netzwerken im Bereich Vermessung und Geodäsie in Deutschland.
Der Verband wurde bereits im Jahr 1871 gegründet und engagiert sich seitdem für die fachliche Weiterentwicklung der Vermessungsbranche sowie den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft.
Zu den zentralen Themen des DVW gehören unter anderem:
- Geodäsie und Vermessung
- Geoinformation und GIS
- Landmanagement
- Digitalisierung im Bau- und Vermessungswesen
- Fernerkundung und Geodaten
- BIM und digitale Planungsmethoden
- Nachwuchsförderung und Weiterbildung
Der DVW organisiert regelmäßig Fachveranstaltungen, Seminare und Kongresse und ist Mitveranstalter der INTERGEO, einer der weltweit bedeutendsten Fachmessen für Geodäsie, Geoinformation und digitale Infrastruktur.
Darüber hinaus veröffentlicht der Verband die Fachzeitschrift zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, die als wichtige Plattform für technische, wissenschaftliche und praxisbezogene Fachbeiträge gilt.
Der DVW fördert den Austausch zwischen Vermessungsbüros, Ingenieuren, Hochschulen, Behörden und Unternehmen und trägt maßgeblich zur fachlichen Weiterentwicklung der Branche bei. Auch buck Vermessung ist Mitglied im DVW und unterstützt den fachlichen Austausch innerhalb der Vermessungs- und Geodäsiebranche.
Ebenheitsbestimmung
Ebenheitsbestimmung bezeichnet die messtechnische Erfassung und Analyse von Oberflächen hinsichtlich ihrer Ebenheit und geometrischen Beschaffenheit. Ziel ist es, Unebenheiten, Verformungen oder Abweichungen einer Fläche präzise zu erkennen und auszuwerten.
Die Ebenheitsbestimmung kommt in vielen Bereichen des Bauwesens und der Industrie zum Einsatz – insbesondere dort, wo hohe Anforderungen an Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität bestehen.
Typische Anwendungsbereiche sind unter anderem:
- Industrie- und Hallenböden
- Beton- und Estrichflächen
- Fassaden und Wandflächen
- Decken und Rohbaukonstruktionen
- Maschinen- und Anlagenfundamente
- Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte
Für die Erfassung werden moderne Messverfahren eingesetzt, beispielsweise:
- 3D-Laserscanning
- tachymetrische Messungen
- digitale Höhenmessungen
- flächenhafte Punktwolkenanalysen
Die Bewertung der Messergebnisse erfolgt häufig auf Grundlage der DIN 18202, welche die zulässigen Toleranzen und Ebenheitsabweichungen im Hochbau definiert.
Insbesondere das 3D-Laserscanning ermöglicht eine schnelle und hochauflösende Erfassung großer Flächen. Dadurch können selbst kleinste Unebenheiten oder Verformungen detailliert ausgewertet und grafisch dargestellt werden.
Die gewonnenen Daten dienen unter anderem der Qualitätskontrolle, Bauwerksanalyse, Dokumentation oder der Vorbereitung weiterer Planungs- und Sanierungsmaßnahmen.
Echolot
Echolot bezeichnet ein Messsystem zur Bestimmung von Wassertiefen und zur Erfassung von Gewässerböden. Es wird vor allem in der Hydrographie, Gewässervermessung und Seevermessung eingesetzt, um Unterwasserstrukturen präzise zu erfassen.
Das Messprinzip basiert auf Schallwellen: Das Echolot sendet akustische Signale in Richtung Gewässerboden aus. Diese werden vom Boden reflektiert und als Echo wieder empfangen. Aus der Laufzeit des Signals lässt sich die Wassertiefe exakt berechnen.
Je nach Anwendungsbereich kommen unterschiedliche Echolotsysteme zum Einsatz. Während einfache Systeme einzelne Tiefenpunkte erfassen, ermöglichen moderne Mehrstrahl- oder Fächerecholote eine flächendeckende Aufnahme des Gewässerbodens.
Mit Echoloten lassen sich unter anderem erfassen:
- Gewässertiefen
- Bodenprofile und Geländestrukturen
- Sedimentablagerungen
- Fahrrinnen und Hafenbereiche
- Unterwasserhindernisse
- Veränderungen von Gewässerböden
Die gewonnenen Daten dienen häufig als Grundlage für:
- Gewässer- und Seevermessungen
- Hochwasser- und Umweltanalysen
- Wasserbauprojekte
- Infrastruktur- und Brückenplanungen
- Hafen- und Uferbereiche
- digitale Geländemodelle unter Wasser
Moderne Echolotsysteme arbeiten heute häufig in Kombination mit GNSS-Technik, digitalen Lagebestimmungen und weiteren Sensorsystemen. Dadurch können Gewässerflächen schnell, präzise und effizient erfasst werden.
Besonders bei größeren Gewässern oder komplexen Unterwasserstrukturen ermöglicht die Echolottechnik eine wirtschaftliche und hochauflösende Datenerfassung innerhalb kurzer Zeit.
Erdmassenermittlung
Erdmassenermittlung bezeichnet die Berechnung und Auswertung von Boden- und Materialmengen im Rahmen von Erd-, Tiefbau- oder Infrastrukturprojekten. Ziel ist es, präzise zu bestimmen, welche Mengen an Boden abgetragen, bewegt, aufgefüllt oder gelagert werden.
Die Ermittlung von Erdmassen spielt eine wichtige Rolle bei:
- Baugruben und Aushubarbeiten
- Straßen- und Tiefbauprojekten
- Geländeprofilierungen
- Deponien und Schüttwerken
- Haufwerken und Materiallagerflächen
- Infrastruktur- und Erschließungsmaßnahmen
Grundlage der Berechnung sind Vermessungsdaten des Geländes vor und nach den jeweiligen Arbeiten. Durch den Vergleich verschiedener Geländestände lassen sich Volumen und Materialbewegungen exakt berechnen.
Für die Datenerfassung kommen heute moderne Vermessungstechnologien zum Einsatz, beispielsweise:
- Drohnenvermessung
- 3D-Laserscanning
- GNSS- / GPS-Messungen
- tachymetrische Geländeaufnahmen
- digitale Geländemodelle
Besonders bei großen Flächen oder komplexen Geländeformen ermöglichen digitale Vermessungsverfahren eine schnelle, wirtschaftliche und hochgenaue Auswertung.
Die ermittelten Daten dienen unter anderem:
- der Abrechnung von Erdarbeiten
- der Bau- und Projektplanung
- der Massendisposition
- der Dokumentation von Materialbewegungen
- der Kontrolle von Soll- und Ist-Zuständen
Eine präzise Erdmassenermittlung schafft damit verlässliche Grundlagen für Bauunternehmen, Projektentwickler, Ingenieurbüros und Auftraggeber und trägt zur wirtschaftlichen Steuerung von Bauprojekten bei.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien bezeichnen Energiequellen, die aus natürlichen und sich kontinuierlich erneuernden Ressourcen gewonnen werden. Dazu zählen insbesondere:
- Windenergie
- Solarenergie
- Wasserkraft
- Biomasse
- Geothermie
Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas stehen erneuerbare Energien langfristig nahezu unbegrenzt zur Verfügung und verursachen deutlich geringere CO₂-Emissionen. Sie gelten daher als zentraler Bestandteil der Energiewende und des Klimaschutzes.
Der Ausbau erneuerbarer Energien spielt eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Energieversorgung und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Energieimporten. Besonders Windkraft- und Photovoltaikanlagen haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen.
Mit dem Ausbau dieser Infrastruktur steigen auch die Anforderungen an Planung, Genehmigung und technische Umsetzung. Besonders bei Windparks, Windkraftanlagen, Solar- und Photovoltaikparks sowie im Bereich der Trassenplanung sind präzise Vermessungs- und Planungsgrundlagen entscheidend.
Dazu zählen unter anderem:
- Gelände- und Bestandsaufnahmen
- Trassen- und Leitungsplanung
- digitale Geländemodelle
- Höhen- und Lageanalysen
- Flächen- und Bestandsdokumentationen
- Bau- und Ingenieurvermessung
Auch Themen wie Netzausbau, Speichertechnologien und nachhaltige Quartiersentwicklung gewinnen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien zunehmend an Bedeutung.
Erneuerbare Energien zählen damit zu den wichtigsten Zukunftsthemen im Bereich Infrastruktur, Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
ETRS89 / UTM
ETRS89 und UTM bilden gemeinsam eine wichtige Grundlage für die einheitliche räumliche Darstellung von Geodaten und Vermessungsergebnissen in Deutschland.
ETRS89 steht für European Terrestrial Reference System 1989 und ist ein geodätisches Bezugssystem für Europa. Es definiert den räumlichen Bezugsrahmen, auf den sich Koordinaten beziehen. Damit können Punkte eindeutig und überregional vergleichbar positioniert werden.
UTM steht für Universal Transverse Mercator und bezeichnet eine Kartenabbildung, mit der Positionen der gekrümmten Erdoberfläche in einem ebenen Koordinatensystem dargestellt werden können. Die Erde wird hierfür in UTM-Zonen unterteilt. Deutschland liegt überwiegend in den UTM-Zonen 32 und 33.
In der amtlichen Vermessung und bei Geobasisdaten wird ETRS89 in Deutschland in Verbindung mit der UTM-Abbildung verwendet. Dadurch können beispielsweise Katasterdaten, GNSS-Messungen, Planungsdaten und weitere Geodaten in einem einheitlichen Lagebezug verarbeitet und miteinander kombiniert werden.
Für Vermessungsprojekte ist die Angabe des verwendeten Bezugssystems von großer Bedeutung. Koordinaten aus unterschiedlichen Systemen können nicht ohne Weiteres miteinander gleichgesetzt werden und müssen gegebenenfalls fachgerecht transformiert werden.
Wichtig ist die begriffliche Unterscheidung: ETRS89 definiert den geodätischen Raumbezug, während UTM die mathematische Abbildung für die Darstellung dieses Raumbezugs in ebenen Koordinaten beschreibt.
Ausführliche Informationen zu Lage- und Bezugssystemen, dem Unterschied zwischen Gauß-Krüger und UTM sowie zur Bedeutung von ETRS89/UTM finden Sie in unserem Blogbeitrag „Lagesysteme in der Vermessung“.
Fassade
Fassadenaufmaß / Fassadenvermessung
Feinabsteckung
Festpunkt
First
Firsthöhe
Flur
Flurbereinigung
Flurkarte / Liegenschaftskarte
Flurstück
Flächenermittlung
Gebäude
Gebäudeabsteckung
Gebäudeaufmaß
Gebäudeeinmessung
Geländemodell
Gemarkung
GNSS (Global Navigation Satellite System)
Geodaten
Geodäsie
Geoinformatik
Geoinformation
Georeferenziert
Gewässervermessung
GIF
GIS
GPS
Greenfield
Grenze
Grenzanzeige
Grenzfeststellung
Grenzattest
Grenzmarkierung
Grenzstein
Grenzverlauf
Grundbuch
Grundriss
Grundstück
Grundstücksgrenze
Gutachten
Haus
Hausbau
HBO (Hessische Bauordnung)
Hydrografie
Höhe
Höhenaufmaß
Höhenbescheinigung
Höhenfestpunkt
Höhenmessung
Höhenpunkt
Industrievermessung
Ingenieur
Ingenieurvermessung
Inklinometer
Inklinometermessung
InterGEO
Kataster
Katastervermessung
Koordinatensystem
Lageplan
Liegenschaftsplan
Laserscanning / 3D-Laserscanning
Leitungskataster
Lidar
Liegenschaft
Liegenschaftskataster
Liegenschaftsvermessung
Luftbild
Luftbildvermessung
Längsachse
Messdaten
MF-GIF
Mobile Mapping
Nivellieren
Nivelliergerät
Nivellierlatte
NN-Höhe
Nordpfeil
Normalhöhennull (NHN)
ORBIT
Orthofoto
Passpunkt
Photogrammetrie
Photovoltaik
Photovoltaikpark
Prisma
Punktwolke
Punktwolke (Point Cloud) bezeichnet eine große Menge einzelner Messpunkte im dreidimensionalen Raum, die gemeinsam ein digitales Abbild von Gebäuden, Anlagen oder Gelände bilden. Jeder Punkt besitzt exakte Koordinaten (X, Y, Z) und kann zusätzlich Informationen wie Farbe oder Intensität enthalten.
Punktwolken entstehen durch moderne Vermessungstechnologien wie 3D-Laserscanning, Drohnenvermessung oder LiDAR. Dabei werden Oberflächen millimetergenau erfasst – oft mit Millionen bis Milliarden von Messpunkten.
In der Praxis bilden Punktwolken die Grundlage für Bestandsaufmaß, Bestandspläne und BIM-Modelle. Sie ermöglichen eine realitätsnahe Visualisierung sowie eine präzise Analyse von Bauwerken und Gelände. Dadurch lassen sich Planungsfehler frühzeitig erkennen und Projekte effizient vorbereiten.
Die Punktwolke ist damit die zentrale Datengrundlage für viele digitale Prozesse im modernen Vermessungs- und Bauwesen.
QNG
Das QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) ist ein staatliches Qualitätssiegel für Gebäude, die besondere Anforderungen an die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Qualität sowie an weitere Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllen. Es wurde vom Bund eingeführt, um einheitliche Anforderungen an nachhaltige Gebäude zu definieren und deren Qualität nachvollziehbar nachzuweisen.
Das QNG betrachtet ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus. Je nach Gebäude- und Zertifizierungssystem werden unter anderem Kriterien berücksichtigt wie:
- Treibhausgasemissionen und Ökobilanz
- nachhaltige Materialwahl und Ressourcennutzung
- Schadstoffvermeidung und gesundheitliche Qualität
- Barrierefreiheit
- Flächen- und Ressourceneffizienz
- Qualität und Dauerhaftigkeit des Gebäudes
Das Qualitätssiegel wird in zwei Anforderungsniveaus vergeben:
- QNG-PLUS – erfüllt die besonderen Anforderungen an ein nachhaltiges Gebäude
- QNG-PREMIUM – erfüllt darüber hinaus ein höheres Anforderungsniveau
Die QNG-Zertifizierung erfolgt nicht unmittelbar durch den Bund. Voraussetzung ist die Zertifizierung des Gebäudes nach einem anerkannten Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen durch eine entsprechend anerkannte Zertifizierungsstelle. Im Rahmen dieses Verfahrens wird geprüft, ob zusätzlich die Anforderungen des QNG erfüllt werden.
Eine besondere Bedeutung hat das QNG im Zusammenhang mit der staatlichen Förderung nachhaltiger Gebäude. Bei bestimmten Förderprogrammen kann eine QNG-Zertifizierung Voraussetzung für entsprechende Förderstufen sein. Da sich Förderbedingungen ändern können, sollten dabei stets die aktuell geltenden Programmbedingungen berücksichtigt werden.
Für Planung, Zertifizierung und Dokumentation nachhaltiger Immobilien werden verlässliche Gebäude- und Flächendaten benötigt. Präzise Bestandsaufmaße, Flächenermittlungen, digitale Gebäudemodelle und Scan-to-BIM-Daten können hierfür eine wichtige Datengrundlage schaffen.
Querachse
Eine Querachse ist eine geometrische Bezugslinie, die quer zu einer definierten Längsachse verläuft. In der Vermessung und Ingenieurgeodäsie dient sie dazu, Positionen, Abstände und Höhen seitlich zur Hauptachse eines Bauwerks oder einer Trasse eindeutig zu bestimmen.
Querachsen spielen insbesondere bei linienförmigen Bau- und Infrastrukturprojekten eine wichtige Rolle, beispielsweise bei:
- Straßen und Autobahnen
- Bahnstrecken
- Brücken und Tunneln
- Kanälen und Leitungen
- Trassen
- langgestreckten Bauwerken und Industrieanlagen
Entlang definierter Stationen der Längsachse können Querachsen angelegt werden, um die Geometrie des Geländes oder eines Bauwerks seitlich zur Trasse zu erfassen. Auf dieser Grundlage lassen sich beispielsweise Querprofile erstellen, in denen Geländehöhen, Böschungen, Fahrbahnen oder andere bauliche Strukturen dargestellt werden.
Bei der Ingenieurvermessung dienen Querachsen außerdem als geometrische Grundlage für Absteckungen, Kontrollmessungen und die Übertragung von Planungsdaten in die Örtlichkeit.
Querachsen müssen dabei nicht in jedem Anwendungsfall zwingend rechtwinklig zur Längsachse verlaufen. Je nach Planung und geometrischer Definition können auch abweichende Achswinkel vorgegeben sein.
Zusammen mit der Längsachse bildet die Querachse damit ein wichtiges Bezugssystem für die Planung, Vermessung, Absteckung und Dokumentation von Infrastruktur- und Ingenieurbauprojekten.
Radius
Der Radius bezeichnet den Abstand zwischen dem Mittelpunkt eines Kreises oder einer Kugel und einem Punkt auf deren Rand beziehungsweise Oberfläche. In der Vermessung und Ingenieurgeodäsie ist der Radius eine wichtige geometrische Größe, insbesondere bei der Planung, Berechnung und Absteckung von Kreisbögen und gekrümmten Achsverläufen.
Eine besondere Bedeutung hat der Radius bei Verkehrs- und Infrastrukturprojekten. Kurven von Straßen, Bahnstrecken oder anderen Trassen können durch geometrisch definierte Elemente beschrieben werden, deren Verlauf unter anderem durch den jeweiligen Radius bestimmt wird.
Typische Anwendungsbereiche sind:
- Straßen- und Verkehrswegebau
- Bahn- und Gleisvermessung
- Trassenplanung und -vermessung
- Absteckung von Kreisbögen
- Ingenieur- und Bauvermessung
- Vermessung kreisförmiger Bauwerke und Bauteile
- Industrie- und Anlagenvermessung
Bei einem Kreisbogen bestimmt die Größe des Radius dessen Krümmung: Je größer der Radius, desto flacher verläuft der Bogen; je kleiner der Radius, desto stärker ist die Krümmung.
In der vermessungstechnischen Praxis wird der Radius zusammen mit weiteren geometrischen Größen und Elementen wie Mittelpunkt, Bogenlänge, Tangente, Winkel und Achse verwendet. Auf Grundlage dieser Informationen können Kurven berechnet, vorhandene Geometrien überprüft und geplante Punkte präzise in die Örtlichkeit übertragen werden.
Auch bei Bestandsvermessungen kann die Bestimmung eines Radius erforderlich sein, beispielsweise wenn gekrümmte Fassaden, runde Bauteile, Behälter oder andere kreisförmige Strukturen geometrisch erfasst und dokumentiert werden sollen.
Damit ist der Radius nicht nur eine mathematische Grundgröße, sondern auch ein wichtiger Parameter für zahlreiche Aufgaben der Ingenieur-, Bau- und Industrievermessung.
Reflektor
Ein Reflektor ist in der Vermessung ein Hilfsmittel, das ein von einem Messinstrument ausgesendetes optisches beziehungsweise infrarotes Messsignal gezielt zum Instrument zurückführt. Er wird insbesondere bei elektronischen Distanzmessungen mit Totalstationen und Tachymetern eingesetzt.
Das Messinstrument sendet ein Signal zum Reflektor und empfängt das zurückkehrende Signal. Daraus wird die Entfernung zwischen Instrument und Messpunkt bestimmt. In Kombination mit den gleichzeitig gemessenen Horizontal- und Vertikalwinkeln können anschließend die räumlichen Koordinaten des Messpunktes berechnet werden.
Als Reflektoren kommen je nach Messaufgabe unterschiedliche Ausführungen zum Einsatz, beispielsweise:
- Prismen und Miniprismen
- Mehrfachprismen
- Reflexfolien
- fest installierte Reflektoren für Überwachungsmessungen
Ein Prisma ist damit eine spezielle Form des Reflektors. Es ermöglicht besonders präzise Distanzmessungen und wird beispielsweise bei Absteckungen, Ingenieurvermessungen oder Bauwerksüberwachungen eingesetzt. Reflexfolien können dagegen dauerhaft an geeigneten Objekten angebracht werden und dienen als kompakte Zielmarken für wiederkehrende Messungen.
Typische Einsatzbereiche von Reflektoren sind:
- Bau- und Ingenieurvermessung
- Absteckungen
- Kontroll- und Bestandsmessungen
- Industrie- und Anlagenvermessung
- Deformations- und Setzungsmessungen
- langfristige Bauwerksüberwachung
Moderne Totalstationen ermöglichen darüber hinaus reflektorlose Distanzmessungen. Dabei wird kein separater Reflektor am Messpunkt benötigt; das ausgesendete Signal wird direkt von der Oberfläche des anvisierten Objekts zurückgeworfen und vom Instrument ausgewertet. Dies ist insbesondere bei schwer zugänglichen oder nicht direkt erreichbaren Messpunkten von Vorteil.
Ob mit Prisma, Reflexfolie oder reflektorlos gemessen wird, hängt von der jeweiligen Aufgabenstellung, der Entfernung, den Oberflächeneigenschaften und der geforderten Messgenauigkeit ab.
Revitalisierung
Unter Revitalisierung versteht man die bauliche, technische und funktionale Weiterentwicklung bestehender Gebäude, Gebäudekomplexe oder Areale. Ziel ist es, vorhandene Strukturen an neue Anforderungen anzupassen, ihre Nutzung zu verbessern oder ehemals ungenutzte beziehungsweise nicht mehr zeitgemäße Immobilien einer neuen Nutzung zuzuführen.
Eine Revitalisierung kann unterschiedliche Maßnahmen umfassen, beispielsweise:
- Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude
- Umbau und Neuorganisation von Flächen
- Umnutzung von Gebäuden
- energetische Optimierung
- Erneuerung technischer Gebäudeausrüstung
- Erweiterung oder Ergänzung vorhandener Bausubstanz
- Neugestaltung und Entwicklung bestehender Areale
Im Unterschied zu einem vollständigen Neubau wird bei einer Revitalisierung vorhandene Bausubstanz weitergenutzt und in die neue Planung integriert. Eine präzise Kenntnis des tatsächlichen Bestands ist deshalb eine wichtige Grundlage für Architekten, Fachplaner, Projektentwickler und ausführende Unternehmen.
In der Vermessung beginnt eine Revitalisierung häufig mit einem detaillierten Bestandsaufmaß. Mithilfe von 3D-Laserscanning und Mobile Mapping können bestehende Gebäude und komplexe Strukturen flächendeckend erfasst werden. Aus den gewonnenen Punktwolken lassen sich beispielsweise Grundrisse, Schnitte, Ansichten, CAD-Pläne oder 3D- und BIM-Modelle erstellen.
Im Rahmen eines Scan-to-BIM-Prozesses kann der vermessene Bestand in ein digitales Gebäudemodell überführt werden. Damit erhalten die beteiligten Planungsdisziplinen eine gemeinsame geometrische Datengrundlage für Umbau, Sanierung und weitere Planung.
Revitalisierungen spielen auch bei der Entwicklung sogenannter Brownfields eine wichtige Rolle. Während Brownfield die bereits zuvor genutzte beziehungsweise bebaute Fläche beschreibt, bezeichnet Revitalisierung den Prozess, durch den bestehende Gebäude oder Areale wiederentwickelt und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden.
Die Weiterentwicklung vorhandener Bausubstanz kann gegenüber Abriss und vollständigem Neubau zudem ökologische und wirtschaftliche Vorteile bieten, da bestehende Strukturen und bereits eingesetzte Ressourcen weitergenutzt werden können.
buck Vermessung begleitet Revitalisierungsprojekte mit präziser Bestandsvermessung und digitalen Gebäudedaten – vom ersten Aufmaß über 3D-Laserscanning und Scan-to-BIM bis zur vermessungstechnischen Begleitung der weiteren Planung und Bauausführung.
RICS
Die RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) ist eine international tätige Berufsorganisation für Fachleute aus der Immobilien-, Grundstücks-, Bau- und Infrastrukturwirtschaft. Sie entwickelt professionelle und technische Standards und definiert Anforderungen an Qualifikation, Kompetenz und Berufsethik ihrer Mitglieder. Die Organisation ist nach eigenen Angaben in mehr als 140 Ländern vertreten.
Zu den von der RICS abgedeckten Fachgebieten gehören unter anderem:
- Grundstücks- und Immobilienwesen
- Vermessung und Geodäsie
- Bau- und Projektmanagement
- Immobilienbewertung
- Land- und Flächenmanagement
- Infrastruktur
- nachhaltige Entwicklung der gebauten und natürlichen Umwelt
Eine wichtige Qualifikationsstufe ist MRICS (Member of the Royal Institution of Chartered Surveyors). Sie kennzeichnet einen Chartered Member der RICS. Für die Aufnahme müssen – abhängig vom jeweiligen Zugangsweg – entsprechende fachliche Qualifikationen und Berufserfahrungen nachgewiesen sowie die Anforderungen des jeweiligen Bewertungsverfahrens erfüllt werden.
RICS-Mitglieder sind an die beruflichen und ethischen Standards der Organisation gebunden. Diese betreffen neben der fachlichen Kompetenz insbesondere professionelles Verhalten, Integrität und verantwortungsbewusstes Handeln. Die RICS entwickelt und überwacht hierfür international anwendbare Standards für die Bereiche der gebauten und natürlichen Umwelt.
Für Auftraggeber bietet die RICS-Mitgliedschaft damit einen zusätzlichen Hinweis auf eine nach internationalen Kriterien nachgewiesene berufliche Qualifikation und die Verpflichtung zur Einhaltung entsprechender professioneller Standards.
Dipl.-Ing. Oliver Buck MA MRICS, Geschäftsführer von buck Vermessung und Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) in Hessen, ist Chartered Member der Royal Institution of Chartered Surveyors und führt die Bezeichnung MRICS.
Scan-to-BIM
Scan-to-BIM bezeichnet den Prozess, bei dem ein bestehendes Gebäude oder eine bauliche Anlage zunächst dreidimensional erfasst und aus den gewonnenen Messdaten anschließend ein digitales BIM-Modell (Building Information Modeling) erstellt wird. Das Verfahren wird insbesondere eingesetzt, wenn für Bestandsgebäude keine ausreichend genauen oder aktuellen digitalen Planungsunterlagen vorliegen.
Als Datengrundlage dienen häufig 3D-Laserscanning oder Mobile Mapping. Dabei wird die vorhandene Geometrie räumlich erfasst und in Form einer Punktwolke dokumentiert. Je nach Projekt und erforderlicher Genauigkeit können die Daten durch weitere Vermessungsverfahren ergänzt werden.
Auf Grundlage der Punktwolke wird anschließend ein strukturiertes 3D-Modell des Bestandes modelliert. Darin können beispielsweise Wände, Decken, Stützen, Türen, Fenster und weitere Bauteile entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Projektes abgebildet und mit zusätzlichen Informationen versehen werden.
Scan-to-BIM wird unter anderem bei Sanierungen, Umbauten, Revitalisierungen, Erweiterungen sowie bei der digitalen Bestandsdokumentation eingesetzt. Das daraus entstehende BIM-Modell kann Architekten, Fachplanern und weiteren Projektbeteiligten als gemeinsame Grundlage für die weitere Planung und Bearbeitung dienen.
Wichtig ist die Abgrenzung: Die Punktwolke bildet zunächst die messtechnisch erfasste Geometrie des Bestandes ab. Das daraus erzeugte BIM-Modell entsteht erst durch die anschließende Modellierung und Strukturierung der Daten. Scan-to-BIM bezeichnet somit den Prozess von der Bestandserfassung beziehungsweise Punktwolke zum BIM-Modell.
Schnurgerüst
Ein Schnurgerüst, auch Schnurbock genannt, ist eine temporäre Hilfskonstruktion auf einer Baustelle, mit der die geplante Lage eines Gebäudes beziehungsweise seiner wesentlichen Achsen und Außenkanten in die Örtlichkeit übertragen und für die Bauausführung sichtbar gemacht wird.
Es besteht üblicherweise aus Pfosten und horizontal angebrachten Brettern, die außerhalb der späteren Baugrube aufgestellt werden. Im Rahmen der Feinabsteckung werden die vermessungstechnisch bestimmten Punkte auf das Schnurgerüst übertragen und dort markiert. Zwischen diesen Markierungen können anschließend Schnüre gespannt werden, die beispielsweise die Außenkanten oder Achsen des geplanten Gebäudes darstellen.
Grundlage für die vermessungstechnische Absteckung sind die Planungsunterlagen des Bauvorhabens. Dabei können unter anderem übertragen werden:
- Gebäudeachsen und Außenkanten
- Fluchten und Eckpunkte
- Bezugspunkte für Fundamente und Bodenplatten
- Höhenbezugspunkte
Da sich das Schnurgerüst außerhalb der eigentlichen Baugrube befindet, bleiben die übertragenen Bezugspunkte auch während der Erd- und Gründungsarbeiten verfügbar. Dadurch können die ausführenden Unternehmen die geplante Gebäudegeometrie während der ersten Bauphase nachvollziehen.
Das Schnurgerüst steht in engem Zusammenhang mit der Gebäudeabsteckung. Bei der Grobabsteckung wird zunächst die ungefähre Lage des geplanten Bauwerks beziehungsweise der Baugrube vor Ort kenntlich gemacht. Nach Herstellung der entsprechenden Voraussetzungen erfolgt die Feinabsteckung, bei der die für die Bauausführung benötigten Punkte präzise übertragen werden. Auch Höhen können auf Wunsch beziehungsweise entsprechend der Planung am Schnurgerüst gekennzeichnet werden.
Die fachgerechte Einmessung trägt dazu bei, dass das Gebäude hinsichtlich Lage, Ausrichtung, Abmessungen und Höhenbezug entsprechend der Planung errichtet werden kann.
Setzung
Eine Setzung bezeichnet die vertikale Absenkung eines Bauwerks, Bauteils oder des Baugrundes. Sie entsteht durch Verformungen beziehungsweise Verdichtungen des Untergrundes, beispielsweise infolge der Belastung durch ein Bauwerk oder durch Veränderungen der Boden- und Grundwasserverhältnisse.
Setzungen können gleichmäßig oder unterschiedlich stark auftreten. Besonders relevant sind Setzungsdifferenzen, bei denen sich einzelne Bereiche eines Bauwerks unterschiedlich stark absenken. Dadurch können Spannungen und Verformungen entstehen, die sich beispielsweise durch Risse, Schiefstellungen oder andere Veränderungen am Bauwerk bemerkbar machen können.
Im Bauwesen und in der Ingenieurvermessung werden Setzungen insbesondere bei Gebäuden, Brücken, Verkehrswegen, Industrieanlagen, Baugruben oder anderen setzungsempfindlichen Bauwerken und Konstruktionen beobachtet.
Um Veränderungen über einen bestimmten Zeitraum festzustellen, werden definierte Messpunkte wiederholt erfasst. Durch den Vergleich der Messungen lässt sich feststellen, ob und in welchem Umfang Höhenänderungen eingetreten sind. Das hierfür eingesetzte Messverfahren wird als Setzungsmessung bezeichnet.
Eine Setzung ist damit eine spezielle Form der Deformation: Während Deformation allgemein geometrische Veränderungen eines Objekts oder Bauwerks beschreibt, bezeichnet die Setzung gezielt eine vertikale Absenkung.
Setzungsmessung
Eine Setzungsmessung ist ein Verfahren der Ingenieurvermessung, mit dem vertikale Lageveränderungen eines Bauwerks, Bauteils oder des Baugrundes über einen bestimmten Zeitraum erfasst und überwacht werden. Ziel ist es, Setzungen frühzeitig zu erkennen und ihre Entwicklung quantitativ zu dokumentieren.
Dazu werden ausgewählte Messpunkte am zu untersuchenden Objekt in regelmäßigen oder projektbezogen festgelegten Zeitabständen wiederholt vermessen. Die Ergebnisse der einzelnen Messepochen werden miteinander verglichen. So lässt sich feststellen, ob sich die Höhe eines Messpunktes verändert hat und wie sich eine Setzung im zeitlichen Verlauf entwickelt.
Für präzise Setzungsmessungen kommt häufig das geometrische Nivellement zum Einsatz. Abhängig von Objekt, Aufgabenstellung und erforderlicher Genauigkeit können auch weitere geodätische Messverfahren verwendet werden. Entscheidend ist ein stabiler Höhenbezug, damit tatsächliche Veränderungen zuverlässig von Messabweichungen unterschieden werden können.
Setzungsmessungen werden beispielsweise bei Gebäuden, Brücken, Industrieanlagen, Baugruben, Verkehrswegen oder anderen setzungsempfindlichen Bauwerken eingesetzt. Die gewonnenen Messdaten können Fachplanern, Ingenieuren oder Sachverständigen als Grundlage für die Beurteilung festgestellter Veränderungen dienen.
Die Setzungsmessung ist eine spezielle Form der Deformationsmessung. Während bei einer Deformationsmessung unterschiedliche räumliche Veränderungen – beispielsweise horizontale und vertikale Verschiebungen – untersucht werden können, konzentriert sich die Setzungsmessung gezielt auf Höhenänderungen beziehungsweise vertikale Absenkungen.
Solarenergie
Solarenergie bezeichnet die Energie der Sonnenstrahlung, die technisch zur Erzeugung von Strom oder Wärme genutzt werden kann. Sie gehört zu den erneuerbaren Energien und steht als natürliche Energiequelle kontinuierlich zur Verfügung.
Grundsätzlich werden zwei wesentliche Formen der direkten Nutzung unterschieden:
- Photovoltaik wandelt Sonnenlicht mithilfe von Solarzellen direkt in elektrische Energie um.
- Solarthermie nutzt die Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme, beispielsweise für Warmwasser oder zur Unterstützung von Heizsystemen.
Solarenergie wird sowohl dezentral auf Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden als auch in großflächigen Anlagen genutzt. Freiflächenanlagen zur Stromerzeugung werden üblicherweise als Solarparks oder Photovoltaikparks bezeichnet.
Bei der Planung größerer Anlagen werden neben energietechnischen Aspekten auch die räumlichen Gegebenheiten des Standortes berücksichtigt. Grundstücksgrenzen, Topografie, Höhenverhältnisse, vorhandene Infrastruktur und Erschließungsmöglichkeiten können dabei wichtige Planungsgrundlagen darstellen.
Für die Vermessung ist Solarenergie deshalb insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung und Errichtung großflächiger Photovoltaik- und Solarparks relevant.
Solarpark
Ein Solarpark ist eine großflächige Anlage zur Nutzung von Sonnenenergie. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff überwiegend Photovoltaik-Freiflächenanlagen, bei denen zahlreiche Solarmodule auf einem größeren Areal installiert werden und Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Häufig werden dafür auch die Begriffe Photovoltaikpark oder PV-Park verwendet.
Die Entwicklung eines Solarparks beginnt bereits vor der Installation der Module mit einer detaillierten Planung des Standortes. Präzise Vermessungs- und Geodaten können dabei wichtige Grundlagen für die technische Planung und spätere Bauausführung liefern.
Je nach Projektphase gehören dazu beispielsweise:
- Bestands- und Geländeaufmaße
- Erfassung von Grundstücks- und Flurstücksgrenzen
- Höhenaufnahmen und digitale Geländemodelle
- Drohnenvermessungen
- Vermessung und Absteckung von Modulflächen
- Absteckung technischer Anlagenkomponenten
- Vermessung von Zuwegungen und Kabeltrassen
- baubegleitende Kontrollmessungen
- Bestandsdokumentation nach Fertigstellung
Insbesondere die Geländetopografie beeinflusst die Planung einer Freiflächenanlage. Höhenunterschiede, Gefälle, Böschungen und vorhandene Strukturen müssen bei der Anordnung der Modulreihen sowie bei der Planung von Wegen und technischer Infrastruktur berücksichtigt werden.
Auch die Grundstückssituation ist von Bedeutung, da sich größere Solarparks über mehrere Flurstücke und gegebenenfalls unterschiedliche Eigentumsbereiche erstrecken können.
buck Vermessung begleitet Solarpark- und Photovoltaikparkprojekte mit vermessungstechnischen Leistungen von der ersten Bestands- und Geländeaufnahme über die Absteckung während der Bauphase bis zur abschließenden Bestandsdokumentation.
Ausführliche Informationen zu unseren Vermessungsleistungen für Solar- und Photovoltaikparks finden Sie auf unserer Leistungsseite Solarpark & Photovoltaikpark.
Sonar
Sonar steht für Sound Navigation and Ranging und bezeichnet ein Verfahren, bei dem Schallwellen zur Ortung und Vermessung unter Wasser eingesetzt werden. Da sich Schall im Wasser gut ausbreitet, können mit Sonarsystemen Wassertiefen, Gewässersohlen und unter Wasser liegende Strukturen erfasst werden.
Bei der aktiven Sonarmessung wird ein Schallimpuls ausgesendet, der beispielsweise von der Gewässersohle oder einem Objekt reflektiert wird. Aus der Laufzeit des zurückkehrenden Signals und der Schallgeschwindigkeit im Wasser lässt sich die Entfernung zwischen Sensor und reflektierender Oberfläche bestimmen.
In der Vermessung wird das Sonarprinzip insbesondere bei der hydrografischen Vermessung beziehungsweise Gewässervermessung eingesetzt. Typische Anwendungen sind:
- Bestimmung von Wassertiefen
- Vermessung von Fluss-, See- und Kanalsohlen
- Aufnahme von Quer- und Längsprofilen in Gewässern
- Erfassung der Unterwassertopografie
- Untersuchung von Sediment- und Sohlenveränderungen
- Vermessung im Umfeld von Brücken und Wasserbauwerken
- Dokumentation von Häfen und anderen wasserbaulichen Anlagen
Ein wichtiges Messinstrument für diese Aufgaben ist das Echolot. Während ein Einstrahlecholot die Tiefe entlang einer einzelnen Messrichtung erfasst, können Fächerecholote beziehungsweise Multibeam-Echolote einen breiteren Bereich der Gewässersohle mit zahlreichen Messstrahlen gleichzeitig aufnehmen.
Für eine räumlich eindeutige Gewässervermessung werden die Sonarmessungen mit präzisen Positions- und gegebenenfalls weiteren Sensordaten kombiniert. Auf diese Weise können georeferenzierte Tiefeninformationen, Gewässerprofile und dreidimensionale Modelle der Gewässersohle entstehen.
Sonar bildet damit eine wichtige technologische Grundlage für die digitale Erfassung von Bereichen, die mit klassischen terrestrischen Vermessungsverfahren nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind.
Standpunkt
Ein Standpunkt bezeichnet in der Vermessung die Position, an der ein Messinstrument für die Durchführung einer Messung aufgestellt wird. Dies betrifft insbesondere Instrumente wie Totalstationen oder Tachymeter.
Damit von einem Standpunkt aus Punkte mit eindeutigen Koordinaten bestimmt oder abgesteckt werden können, müssen die räumliche Position des Messinstruments und seine Orientierung bekannt sein beziehungsweise im Rahmen der Messung bestimmt werden.
Grundsätzlich kann ein Instrument beispielsweise auf einem bereits bekannten Vermessungspunkt aufgestellt oder an einer frei gewählten Position stationiert werden. Bei einer freien Stationierung wird der Standpunkt des Instruments durch Messungen zu mehreren bekannten Anschlusspunkten bestimmt.
Von einem eingerichteten Standpunkt aus können anschließend unter anderem:
- Richtungen und Winkel gemessen
- Entfernungen bestimmt
- Koordinaten neuer Punkte berechnet
- Höhen übertragen oder bestimmt
- Punkte und Achsen abgesteckt
- Bestands- und Kontrollmessungen durchgeführt werden
Bei größeren Vermessungsaufgaben sind häufig mehrere Standpunkte erforderlich. Die Messungen werden dabei so miteinander verknüpft, dass ein einheitlicher räumlicher Bezug entsteht.
Der Standpunkt bezeichnet somit den Ort des Messinstruments, während die Stationierung den vermessungstechnischen Vorgang beschreibt, mit dem das Instrument für die Messung räumlich bestimmt und orientiert wird.
Stationierung
Der Begriff Stationierung wird in der Vermessung in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Er kann sowohl das Einrichten eines Vermessungsinstruments als auch die Positionsangabe entlang einer definierten Achse oder Trasse bezeichnen.
Bei der Stationierung eines Messinstruments werden dessen Standpunkt und Orientierung bestimmt, damit die anschließend gemessenen oder abgesteckten Punkte eindeutig in das verwendete Koordinatensystem eingeordnet werden können.
Steht eine Totalstation auf einem Punkt mit bekannten Koordinaten, kann die Orientierung beispielsweise durch die Messung zu einem weiteren bekannten Punkt hergestellt werden. Bei einer freien Stationierung wird das Instrument dagegen an einem frei gewählten Standpunkt aufgebaut. Seine Position und Orientierung werden anschließend aus Messungen zu mehreren bekannten Anschlusspunkten berechnet.
Eine weitere wichtige Bedeutung hat die Stationierung bei linienförmigen Bau- und Infrastrukturprojekten. Hier beschreibt sie die Position eines Punktes entlang einer festgelegten Längsachse beziehungsweise Trasse. Die Lage wird über die Entfernung vom definierten Anfangspunkt der Achse angegeben.
Eine Angabe wie Station 1+250 bezeichnet beispielsweise einen Punkt 1.250 Meter nach dem festgelegten Beginn der Stationierung.
Diese Form der Stationierung wird unter anderem verwendet bei:
- Straßen und Autobahnen
- Bahnstrecken
- Kanälen und Leitungen
- Brücken- und Tunnelprojekten
- Trassen und anderen linearen Bauwerken
Über die Stationierung lassen sich Bauwerke, Querprofile, Schächte, Anschlüsse oder andere Planungselemente eindeutig einem bestimmten Abschnitt der Achse zuordnen.
Straßenschlussvermessung
Eine Straßenschlussvermessung ist eine Katastervermessung, die in der Regel nach Fertigstellung oder Veränderung einer Verkehrsanlage durchgeführt wird. Sie dient dazu, die durch den Straßenbau entstandenen tatsächlichen Flächen- und Grenzverhältnisse abschließend vermessungstechnisch zu erfassen und in das Liegenschaftskataster zu übernehmen.
Sie kann beispielsweise nach dem Neubau oder Ausbau von Straßen, Radwegen, Kreisverkehren oder anderen Verkehrsanlagen erforderlich werden. Insbesondere wenn für eine Baumaßnahme Teilflächen angrenzender Grundstücke in Anspruch genommen wurden, müssen die neuen Grenzen und Flächen nach Abschluss der Bauarbeiten eindeutig bestimmt werden.
Im Rahmen einer Straßenschlussvermessung können unter anderem neue Grenzpunkte bestimmt, Flurstücke zerlegt und die tatsächlich beanspruchten Verkehrsflächen katastertechnisch erfasst werden. Damit bildet die Vermessung eine wichtige Grundlage für die abschließende Neuordnung der betroffenen Grundstücks- und Flurstücksverhältnisse.
Straßenschlussvermessungen gehören in Hessen zu den hoheitlichen Aufgaben der Katastervermessung. Sie werden im Rahmen der gesetzlichen Zuständigkeiten unter anderem von Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Vermessungsingenieuren (ÖbVI) durchgeführt.
Ausführliche Informationen zum Ablauf einer Straßenschlussvermessung und zu den Leistungen von buck Vermessung finden Sie auf unserer Leistungsseite Straßenschlussvermessung.
Tachymeter
Ein Tachymeter ist ein Vermessungsinstrument zur präzisen Messung von Horizontal- und Vertikalwinkeln sowie Entfernungen. Aus diesen Messwerten können die räumlichen Koordinaten eines Messpunktes bestimmt werden.
Das Tachymeter verbindet damit die Winkelmessung eines Theodoliten mit einer elektronischen Distanzmessung. Wird beispielsweise ein Prisma als Ziel verwendet, sendet das Instrument ein Messsignal aus, das vom Reflektor zurückgeworfen und zur Entfernungsbestimmung ausgewertet wird. Viele moderne Geräte ermöglichen zusätzlich eine reflektorlose Distanzmessung direkt auf geeignete Objektoberflächen.
Damit die gemessenen Punkte eindeutig in ein Koordinatensystem eingeordnet werden können, wird das Tachymeter auf einem Standpunkt eingerichtet und orientiert. Alternativ kann seine Position beispielsweise über eine freie Stationierung bestimmt werden.
Tachymeter kommen unter anderem zum Einsatz bei:
- Bau- und Ingenieurvermessungen
- Absteckungen von Punkten und Achsen
- Bestands- und Geländeaufnahmen
- Höhenbestimmungen
- Kontroll- und Deformationsmessungen
- Industrie- und Präzisionsvermessungen
Moderne elektronische Tachymeter verfügen über digitale Datenspeicherung und umfangreiche Berechnungsfunktionen. Motorisierte beziehungsweise robotische Systeme können ein Prisma zudem automatisch verfolgen und ermöglichen dadurch in vielen Situationen die Vermessung durch nur eine Person.
Der Begriff Totalstation wird heute häufig für entsprechend ausgestattete elektronische Tachymeter verwendet.
Teilungsgenehmigung
Eine Teilungsgenehmigung ist eine bauaufsichtliche Genehmigung, die in Hessen unter den Voraussetzungen des § 7 Hessische Bauordnung (HBO) für die Teilung eines Grundstücks erforderlich ist. Dies betrifft insbesondere Grundstücke, die bebaut sind, deren Bebauung genehmigt ist oder die aufgrund einer Genehmigungsfreistellung bebaut werden dürfen.
Bei der Prüfung wird beurteilt, ob durch die geplante Grundstücksteilung Verhältnisse entstehen, die den maßgeblichen öffentlich-rechtlichen Vorschriften widersprechen. Dabei können beispielsweise Abstandsflächen, Erschließung, Brandschutz sowie bauplanungsrechtliche Anforderungen von Bedeutung sein.
Von der Teilungsgenehmigung zu unterscheiden ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung. Eine hierzu befugte Vermessungsstelle kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen bescheinigen, dass gegen die vorgesehene Teilung keine entsprechenden Bedenken bestehen. Liegt eine solche Bescheinigung vor, ist keine gesonderte Teilungsgenehmigung der Bauaufsichtsbehörde erforderlich.
Ebenfalls zu unterscheiden sind Grundstücksteilung und Zerlegungsvermessung. Die Grundstücksteilung betrifft die rechtliche Veränderung eines Grundstücks im Grundbuch. Ist dafür zunächst die Bildung neuer Flurstücke erforderlich, erfolgt dies durch eine Zerlegungsvermessung und die entsprechende Fortführung des Liegenschaftskatasters.
Ausführliche Informationen zu Voraussetzungen, Unbedenklichkeitsbescheinigung, Negativzeugnis, benötigten Unterlagen und Ablauf finden Sie auf unserer Leistungsseite Unbedenklichkeitsbescheinigung / Teilungsgenehmigung.
Theodolit
Ein Theodolit ist ein Vermessungsinstrument zur präzisen Messung von Horizontal- und Vertikalwinkeln. Er gehört zu den klassischen Instrumenten der Geodäsie und bildet eine wichtige technische Grundlage moderner Tachymeter und Totalstationen.
Das Instrument verfügt über ein Fernrohr, das um eine horizontale und eine vertikale Achse gedreht werden kann. Durch das Anvisieren verschiedener Zielpunkte lassen sich deren Richtungen beziehungsweise Winkel zueinander bestimmen.
Theodolite wurden und werden beispielsweise eingesetzt für:
- Winkel- und Richtungsmessungen
- Absteckungsarbeiten
- Fluchtungs- und Achsmessungen
- trigonometrische Höhenbestimmungen
- Bau- und Ingenieurvermessungen
Ein Theodolit misst grundsätzlich Winkel, jedoch nicht selbstständig die Entfernung zu einem Zielpunkt. Darin liegt die wesentliche Abgrenzung zum Tachymeter beziehungsweise zur Totalstation, bei denen zusätzlich eine elektronische Distanzmessung integriert ist.
Während früher optische und mechanische Theodolite verbreitet waren, wurden ihre klassischen Aufgaben in der modernen Vermessung weitgehend von elektronischen Tachymetern und Totalstationen übernommen.
Thermografie
Thermografie, auch Thermographie genannt, ist ein berührungsloses bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Temperaturverteilungen auf Oberflächen. Eine Thermografie- beziehungsweise Wärmebildkamera erfasst die von einer Oberfläche abgegebene Infrarotstrahlung. Daraus können Oberflächentemperaturen abgeleitet und als Thermogramm oder Wärmebild dargestellt werden.
Temperaturunterschiede können dabei auf thermische Auffälligkeiten hinweisen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Thermografie wird deshalb unter anderem bei Gebäuden, technischen und industriellen Anlagen sowie Photovoltaikanlagen eingesetzt.
Für die Interpretation der Aufnahmen müssen verschiedene Einflussgrößen berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise Material und Emissionsgrad der untersuchten Oberfläche, Reflexionen, Umgebungstemperatur, Sonneneinstrahlung und Wind. Ein Wärmebild zeigt daher zunächst eine thermische Auffälligkeit; deren konkrete Ursache muss fachlich beurteilt werden.
Eine besondere Anwendung ist die Drohnenthermografie. Dabei wird eine Wärmebildkamera mit einer Drohne kombiniert, sodass auch große oder schwer zugängliche Flächen aus der Luft untersucht und thermische Auffälligkeiten räumlich dokumentiert werden können.
buck Vermessung setzt Thermografie insbesondere in Verbindung mit Drohnenbefliegungen ein. Ausführliche Informationen zu Einsatzmöglichkeiten, Gebäuden, Industrie- und Photovoltaikanlagen sowie zur Beauftragung finden Sie auf unserer Leistungsseite Thermografie / Drohnenthermografie.
Totalstation
Eine Totalstation ist ein elektronisches Vermessungsinstrument, das präzise Winkel- und Distanzmessungen mit digitaler Datenerfassung und Berechnungsfunktionen verbindet. Sie stellt die moderne Weiterentwicklung beziehungsweise umfassend ausgestattete Form des elektronischen Tachymeters dar.
Aus gemessenen Horizontal- und Vertikalwinkeln sowie Entfernungen kann die Totalstation direkt dreidimensionale Koordinaten von Messpunkten bestimmen. Voraussetzung dafür ist, dass der Standpunkt und die Orientierung des Instruments bekannt oder zuvor durch eine Stationierung bestimmt worden sind.
Die Distanzmessung kann je nach Gerät und Messaufgabe mit einem Prisma beziehungsweise Reflektor oder reflektorlos direkt auf einer geeigneten Oberfläche erfolgen.
Totalstationen werden unter anderem eingesetzt für:
- Gebäude- und Bauwerksabsteckungen
- Bestands- und Geländeaufnahmen
- Ingenieurvermessungen
- Straßen- und Infrastrukturprojekte
- Industrie- und Anlagenvermessungen
- Kontroll- und Deformationsmessungen
- präzise Positions- und Höhenbestimmungen
Moderne Totalstationen verfügen je nach Ausstattung über motorisierte Antriebe, automatische Zielerkennung und Zielverfolgung, digitale Datenspeicherung sowie Software zur unmittelbaren Berechnung und Kontrolle von Messdaten. Die erfassten Daten können anschließend beispielsweise für CAD-Pläne, Bestandsdokumentationen oder dreidimensionale Modelle weiterverarbeitet werden.
Die Begriffe Totalstation und Tachymeter werden in der heutigen Vermessung häufig synonym verwendet. „Totalstation“ betont dabei insbesondere die Integration von Messung, elektronischer Datenverarbeitung und Softwarefunktionen in einem Instrument.
Trassenplanung
Die Trassenplanung bezeichnet die Planung des räumlichen Verlaufs einer linienförmigen Infrastruktur. Trassen werden beispielsweise für Straßen, Bahnstrecken, Strom- und Telekommunikationsleitungen, Wasser- und Abwasserleitungen, Gasleitungen oder andere Leitungsnetze benötigt.
Bei der Planung werden mögliche Trassenverläufe untersucht und unter verschiedenen technischen, räumlichen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Gesichtspunkten bewertet. Dabei können unter anderem Geländeverhältnisse, bestehende Bebauung und Infrastruktur, Grundstücks- und Flurstücksgrenzen, Schutzgebiete sowie planungs- und genehmigungsrechtliche Anforderungen eine Rolle spielen.
Eine wichtige Grundlage der Trassenplanung bilden präzise Geodaten und Vermessungsdaten. Je nach Projekt können beispielsweise Gelände- und Höheninformationen, Bestandsdaten, Grundstücksgrenzen oder vorhandene Bauwerke und Infrastrukturen erfasst werden. Daraus lassen sich unter anderem digitale Geländemodelle, Längs- und Querprofile sowie weitere Planungsgrundlagen ableiten.
Der geplante Verlauf einer Trasse wird häufig über eine Längsachse definiert. Über die Stationierung können einzelne Positionen entlang dieser Achse eindeutig beschrieben werden; Querprofile ermöglichen zusätzlich die Darstellung der Geländeverhältnisse beziehungsweise des Bauwerks quer zum Trassenverlauf.
Nach Abschluss der Planung bilden die festgelegten Achsen und Geometrien die Grundlage für weitere vermessungstechnische Aufgaben, beispielsweise die Absteckung und baubegleitende Vermessung während der Realisierung.
buck Vermessung stellt für Infrastruktur- und Trassenprojekte die erforderlichen vermessungstechnischen Grundlagen bereit und begleitet Projekte je nach Aufgabenstellung von der Bestandserfassung bis zur Bauausführung.
UAV
UAV steht für Unmanned Aerial Vehicle und bezeichnet ein unbemanntes Luftfahrzeug. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dafür meist der Begriff Drohne verwendet.
UAVs können je nach Aufgabenstellung mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden. In der Vermessung kommen beispielsweise hochauflösende Kameras, LiDAR-Sensoren oder Wärmebildkameras zum Einsatz. Dadurch lassen sich aus der Luft räumliche und bildbasierte Daten auch über größere oder schwer zugängliche Bereiche erfassen.
Typische vermessungstechnische Anwendungen sind:
- Luftbild- und Drohnenvermessungen
- photogrammetrische Aufnahmen
- Erstellung von Orthofotos
- Gelände- und Höhenaufnahmen
- Erzeugung von Punktwolken und 3D-Modellen
- Flächen- und Volumenermittlungen
- LiDAR-Befliegungen
- Drohnenthermografie
Für präzise Vermessungsaufgaben werden die UAV-Aufnahmen mit einer räumlichen Referenzierung verbunden. Je nach Verfahren können dafür beispielsweise GNSS-Daten sowie Pass- und Kontrollpunkte eingesetzt werden.
Der Begriff UAV bezeichnet dabei in erster Linie die unbemannte Flugplattform. Die eigentliche Vermessungsmethode wird durch die eingesetzte Sensorik und die anschließende Datenauswertung bestimmt. Ausführlicher werden diese Anwendungen unter Drohne und Drohnenvermessung erläutert.
Unbedenklichkeitsbescheinigung
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist eine Bescheinigung im Zusammenhang mit der Teilung eines Grundstücks. In Hessen kann eine hierzu befugte Vermessungsstelle damit bestätigen, dass der vorgesehenen Grundstücksteilung keine nach § 7 Hessische Bauordnung (HBO) relevanten öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung kann die ansonsten erforderliche Teilungsgenehmigung der Bauaufsichtsbehörde ersetzen. Sie stellt damit keine zusätzliche Genehmigung neben der Teilungsgenehmigung dar, sondern einen alternativen Weg zur Durchführung einer genehmigungspflichtigen Grundstücksteilung.
Im Rahmen der Prüfung wird beurteilt, ob durch die geplante Teilung unzulässige Verhältnisse entstehen. Seit der Änderung der Hessischen Bauordnung im Oktober 2025 ist dabei neben dem Bauordnungsrecht auch das Bauplanungsrecht Prüfungsgegenstand.
Von der Unbedenklichkeitsbescheinigung zu unterscheiden sind die Zerlegungsvermessung und das Negativzeugnis. Bei einer Zerlegungsvermessung werden neue Flurstücke im Liegenschaftskataster gebildet. Ein Negativzeugnis bestätigt dagegen, dass für eine vorgesehene Grundstücksteilung keine Teilungsgenehmigung beziehungsweise Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich ist.
Ausführliche Informationen zu Voraussetzungen, Verfahren und erforderlichen Unterlagen finden Sie auf unserer Leistungsseite Teilungsgenehmigung / Unbedenklichkeitsbescheinigung.
USV
USV steht für Unmanned Surface Vehicle und bezeichnet ein unbemanntes Fahrzeug, das sich auf der Wasseroberfläche bewegt. In der Vermessung werden USVs insbesondere als unbemannte Messboote zur Erfassung von Gewässern eingesetzt.
Die Fahrzeuge können ferngesteuert, teilautonom oder automatisiert entlang zuvor festgelegter Messrouten fahren. Je nach Aufgabenstellung werden sie mit unterschiedlichen Mess- und Navigationssensoren ausgestattet. Dazu können beispielsweise GNSS-Empfänger und Echolote beziehungsweise Sonarsysteme gehören.
USVs eignen sich insbesondere für die Vermessung von:
- Flüssen und Kanälen
- Seen und Speicherbecken
- Hafen- und Uferbereichen
- Gewässersohlen
- schwer oder nur eingeschränkt mit bemannten Booten zugänglichen Bereichen
Während der Messfahrt wird die Position des Fahrzeugs räumlich bestimmt und mit den erfassten Tiefendaten verknüpft. Dadurch können beispielsweise Wassertiefen, Gewässerprofile und die Topografie der Gewässersohle dokumentiert werden.
Der Begriff USV bezeichnet dabei die Trägerplattform auf der Wasseroberfläche. Das eigentliche Messprinzip zur Tiefenerfassung kann beispielsweise auf einem Echolot beziehungsweise Sonar beruhen. Die daraus entstehende vermessungstechnische Anwendung ist Teil der Gewässervermessung beziehungsweise Hydrografie.
Vermesser
Vermesser ist eine allgemeine Bezeichnung für Fachkräfte, die räumliche Größen und geometrische Verhältnisse erfassen, bestimmen und dokumentieren. Dazu gehören beispielsweise Positionen, Koordinaten, Entfernungen, Winkel, Höhen, Flächen und räumliche Strukturen.
Der Begriff „Vermesser“ ist dabei keine eindeutige Berufsbezeichnung. In der Vermessung arbeiten unterschiedliche qualifizierte Berufsgruppen, insbesondere Vermessungsingenieurinnen und Vermessungsingenieure sowie Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker.
Je nach Ausbildung, Qualifikation und Tätigkeitsbereich übernehmen sie unterschiedliche Aufgaben – von Messungen im Außendienst über die Auswertung von Geodaten bis zur Erstellung von Plänen und digitalen Modellen.
Nicht mit dem allgemeinen Begriff „Vermesser“ gleichzusetzen ist der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI). Dieser ist Träger eines öffentlichen Amtes und besitzt besondere gesetzlich geregelte Befugnisse, beispielsweise bei hoheitlichen Katastervermessungen.
Vermessung
Vermessung bezeichnet die Erfassung, Bestimmung und Dokumentation räumlicher und geometrischer Verhältnisse. Dabei können beispielsweise Koordinaten, Entfernungen, Winkel, Höhen, Flächen, Volumen sowie Formen und Positionen von Objekten bestimmt werden.
Abhängig von der Aufgabenstellung kommen unterschiedliche Messverfahren und Technologien zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Totalstationen, GNSS, Nivelliergeräte, 3D-Laserscanner, Drohnen oder Mobile-Mapping-Systeme.
Die gewonnenen Messdaten können anschließend beispielsweise zu Plänen, Karten, digitalen Geländemodellen, Punktwolken, CAD-Daten oder 3D-Modellen weiterverarbeitet werden.
Vermessungen werden in zahlreichen Bereichen benötigt, etwa bei Grundstücken und Gebäuden, im Bauwesen, bei Infrastrukturprojekten, in Industrieanlagen oder zur digitalen Bestandserfassung. Dabei wird unter anderem zwischen Katastervermessung, Ingenieurvermessung, Bauvermessung und Architekturvermessung unterschieden.
Ausführliche Informationen zu den angebotenen Vermessungsleistungen finden Sie in unserer Leistungsübersicht.
Vermessungsbüro
Ein Vermessungsbüro ist ein auf vermessungstechnische und geodätische Aufgaben spezialisiertes Büro. Je nach fachlicher Ausrichtung und Qualifikation können unterschiedliche Leistungen angeboten werden – beispielsweise Ingenieur- und Bauvermessungen, Bestandsaufnahmen, 3D-Laserscanning oder die Erfassung und Auswertung von Geodaten.
Eine besondere Stellung haben Vermessungsbüros, die von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) geführt werden. Sie dürfen im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse auch hoheitliche Aufgaben des Vermessungswesens übernehmen, insbesondere Katastervermessungen.
Welche Leistungen ein Vermessungsbüro durchführen darf und anbietet, hängt daher von seiner fachlichen Qualifikation, technischen Ausstattung und – bei hoheitlichen Tätigkeiten – den jeweiligen gesetzlichen Befugnissen ab.
buck Vermessung ist ein Vermessungs- und Ingenieurbüro mit Standorten in Kassel und Frankfurt am Main und wird von Dipl.-Ing. Oliver Buck MA MRICS, Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur in Hessen, geführt.
Vermessungsgerät
Ein Vermessungsgerät ist ein technisches Instrument beziehungsweise Messsystem zur Erfassung räumlicher und geometrischer Messgrößen. Abhängig vom Gerät können beispielsweise Winkel, Entfernungen, Höhenunterschiede, Positionen oder dreidimensionale Oberflächen bestimmt werden.
Zu den klassischen und modernen Vermessungsgeräten beziehungsweise Messsystemen gehören unter anderem:
- Tachymeter und Totalstation zur Winkel- und Distanzmessung
- Nivelliergerät zur präzisen Höhenbestimmung und -übertragung
- GNSS-Empfänger zur satellitengestützten Positionsbestimmung
- 3D-Laserscanner zur flächenhaften dreidimensionalen Erfassung
- Echolote zur Tiefenmessung in Gewässern
Auch Drohnen und Mobile-Mapping-Systeme können als Träger unterschiedlicher Sensoren für Vermessungsaufgaben eingesetzt werden.
Welches Vermessungsgerät verwendet wird, richtet sich nach der Aufgabenstellung, der erforderlichen Genauigkeit, den örtlichen Bedingungen und der Art der benötigten Daten. Bei komplexen Projekten werden häufig mehrere Messverfahren miteinander kombiniert.
Vermessungsingenieur / Vermessungsingenieurin
Ein Vermessungsingenieur beziehungsweise eine Vermessungsingenieurin ist eine akademisch ausgebildete Fachkraft im Bereich Vermessung, Geodäsie und Geoinformation. Grundlage ist in der Regel ein entsprechendes Hochschulstudium, beispielsweise der Geodäsie, Vermessung oder Geoinformatik.
Das Tätigkeitsfeld umfasst je nach Spezialisierung unter anderem die Planung, Durchführung, Auswertung und Beurteilung anspruchsvoller Vermessungsaufgaben. Dazu können beispielsweise Ingenieur- und Bauvermessungen, geodätische Berechnungen, 3D-Datenerfassungen, Geoinformationssysteme sowie Aufgaben rund um Grundstücke und das Liegenschaftskataster gehören.
Vermessungsingenieurinnen und Vermessungsingenieure arbeiten unter anderem in Vermessungs- und Ingenieurbüros, Behörden, Bau- und Infrastrukturunternehmen, Planungsbüros oder in Forschung und Entwicklung.
Vom Vermessungsingenieur zu unterscheiden ist der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI). Die öffentliche Bestellung ist eine zusätzliche, gesetzlich geregelte Qualifikation beziehungsweise Bestellung. ÖbVI übernehmen im jeweiligen Bundesland hoheitliche Aufgaben des Vermessungswesens.
Vermessungstechniker / Vermessungstechnikerin
Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker sind ausgebildete Fachkräfte für die Erfassung, Verarbeitung und Aufbereitung von Geodaten. Die duale Berufsausbildung verbindet praktische Vermessungsarbeiten mit mathematischen, technischen und digitalen Verfahren.
Zum Tätigkeitsbereich können beispielsweise die Durchführung und Vorbereitung von Messungen, die Bedienung von Totalstationen, GNSS-Systemen und weiteren Vermessungsgeräten, die Verarbeitung von Messdaten sowie die Erstellung und Bearbeitung von Plänen und Geodaten gehören.
Vermessungstechnikerinnen und Vermessungstechniker arbeiten sowohl im Außendienst als auch im Innendienst. Je nach Aufgabenbereich erfassen sie beispielsweise Grundstücke, Gelände, Gebäude oder Bauwerke und verarbeiten die gewonnenen Daten anschließend mit entsprechender Vermessungs-, CAD- oder Geoinformationssoftware.
Der Beruf ist insbesondere in Vermessungs- und Ingenieurbüros, bei Behörden sowie in Unternehmen aus Bau, Planung und Infrastruktur vertreten.
Der Einstieg in den Beruf erfolgt über eine duale Ausbildung. Weitere Informationen zur Ausbildung zum Vermessungstechniker beziehungsweise zur Vermessungstechnikerin bei buck Vermessung finden Sie auf unserer Ausbildungsseite.
Vermessungswesen
Das Vermessungswesen umfasst die Gesamtheit der fachlichen, technischen und organisatorischen Aufgaben zur Erfassung, Bestimmung, Darstellung und Dokumentation räumlicher Verhältnisse.
Es bildet eine wichtige Grundlage für die Verwaltung von Grundstücken und Geodaten ebenso wie für Planung, Bau und Dokumentation von Gebäuden, Infrastruktur und technischen Anlagen.
Zum Vermessungswesen gehören unterschiedliche Fach- und Tätigkeitsbereiche, beispielsweise:
- Landes- und Grundlagenvermessung
- Liegenschafts- und Katastervermessung
- Ingenieur- und Bauvermessung
- geodätische Referenzsysteme
- Photogrammetrie und Fernerkundung
- Geoinformation und GIS
- hydrographische Vermessung
- digitale 3D-Bestandserfassung
Das moderne Vermessungswesen verbindet klassische geodätische Messverfahren mit digitalen Technologien wie GNSS, 3D-Laserscanning, Drohnenvermessung, Mobile Mapping und Geoinformationssystemen. Die dabei entstehenden Geodaten bilden unter anderem Grundlagen für Planung, Eigentumssicherung, Bauausführung, Dokumentation und räumliche Analysen.
Virtuelle Realität
Virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) bezeichnet eine computergenerierte, dreidimensionale Umgebung, die mithilfe einer VR-Brille räumlich und interaktiv erlebt werden kann. Nutzer können sich innerhalb der virtuellen Umgebung umsehen, bewegen und – abhängig von der Anwendung – mit digitalen Objekten interagieren.
In Architektur, Bauwesen und Immobilienwirtschaft kann Virtual Reality dazu genutzt werden, Gebäude, Räume oder Planungsmodelle räumlich zu visualisieren. Dadurch lassen sich beispielsweise Entwürfe und geplante Veränderungen bereits vor ihrer baulichen Umsetzung anschaulich darstellen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Eine wichtige Grundlage für realitätsnahe virtuelle Darstellungen können präzise 3D-Geodaten sein. Durch 3D-Laserscanning, Mobile Mapping oder Drohnenvermessung lassen sich bestehende Gebäude, Anlagen und Gelände räumlich erfassen. Die daraus gewonnenen Punktwolken und 3D-Daten können anschließend zu digitalen Modellen weiterverarbeitet und für entsprechende Visualisierungen genutzt werden.
Auch BIM-Modelle (Building Information Modeling) können als Grundlage für virtuelle Anwendungen dienen. So lassen sich beispielsweise bestehende Gebäude oder geplante Veränderungen digital begehen und räumliche Zusammenhänge anschaulich vermitteln.
Virtual Reality ist dabei kein Vermessungsverfahren, sondern eine Form der Visualisierung und Interaktion mit digitalen 3D-Inhalten. Die Vermessung kann die präzisen Bestands- und Geometriedaten liefern, auf denen solche virtuellen Darstellungen aufbauen.
Virtuelle Realität
Virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) bezeichnet eine computergenerierte, dreidimensionale Umgebung, die mithilfe einer VR-Brille räumlich und interaktiv erlebt werden kann. Nutzer können sich innerhalb der virtuellen Umgebung umsehen, bewegen und – abhängig von der Anwendung – mit digitalen Objekten interagieren.
In Architektur, Bauwesen und Immobilienwirtschaft kann Virtual Reality dazu genutzt werden, Gebäude, Räume oder Planungsmodelle räumlich zu visualisieren. Dadurch lassen sich beispielsweise Entwürfe und geplante Veränderungen bereits vor ihrer baulichen Umsetzung anschaulich darstellen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Eine wichtige Grundlage für realitätsnahe virtuelle Darstellungen können präzise 3D-Geodaten sein. Durch 3D-Laserscanning, Mobile Mapping oder Drohnenvermessung lassen sich bestehende Gebäude, Anlagen und Gelände räumlich erfassen. Die daraus gewonnenen Punktwolken und 3D-Daten können anschließend zu digitalen Modellen weiterverarbeitet und für entsprechende Visualisierungen genutzt werden.
Auch BIM-Modelle (Building Information Modeling) können als Grundlage für virtuelle Anwendungen dienen. So lassen sich beispielsweise bestehende Gebäude oder geplante Veränderungen digital begehen und räumliche Zusammenhänge anschaulich vermitteln.
Virtual Reality ist dabei kein Vermessungsverfahren, sondern eine Form der Visualisierung und Interaktion mit digitalen 3D-Inhalten. Die Vermessung kann die präzisen Bestands- und Geometriedaten liefern, auf denen solche virtuellen Darstellungen aufbauen.
Visualisierung
Eine Visualisierung ist die grafische oder räumliche Darstellung von Daten, Informationen oder Modellen. Sie dient dazu, komplexe Zusammenhänge anschaulich und leichter verständlich darzustellen.
In der Vermessung und Geoinformatik werden insbesondere Geodaten und räumliche Messdaten visualisiert. Je nach Aufgabenstellung können daraus beispielsweise zweidimensionale Pläne und Karten, Geländedarstellungen, Punktwolken oder dreidimensionale Modelle entstehen.
Grundlage einer Visualisierung können Daten aus unterschiedlichen Vermessungsverfahren sein, beispielsweise aus 3D-Laserscanning, Drohnenvermessung, Mobile Mapping, GNSS- oder tachymetrischen Messungen. Nach der Aufbereitung lassen sich damit unter anderem Gebäude, Gelände, technische Anlagen oder ganze Projektbereiche anschaulich darstellen.
Visualisierungen werden beispielsweise eingesetzt für:
- Darstellung von Bestands- und Planungsdaten
- 2D- und 3D-Darstellungen von Gebäuden und Anlagen
- digitale Gelände- und Oberflächenmodelle
- Präsentation von Planungsvarianten
- Dokumentation von Bau- und Projektständen
- räumliche Darstellung komplexer Geodaten
Je nach Verwendungszweck können Visualisierungen unterschiedlich detailliert und realitätsnah ausgeführt werden. Sie reichen von einer einfachen grafischen Darstellung bis zu komplexen 3D-Modellen und interaktiven Anwendungen.
Eine Visualisierung ist dabei nicht mit einem BIM-Modell oder einem Digitalen Zwilling gleichzusetzen. Während eine Visualisierung in erster Linie der verständlichen Darstellung von Informationen dient, können BIM-Modelle und Digitale Zwillinge zusätzlich strukturierte Informationen, Eigenschaften und weitere Daten zu den dargestellten Objekten enthalten.
Auch Virtual Reality (VR) ist eine besondere Form der digitalen Darstellung: Hier können entsprechende 3D-Inhalte in einer virtuellen Umgebung räumlich erlebt werden.
Windenergie
Windenergie bezeichnet die Nutzung der Bewegungsenergie des Windes zur Erzeugung von elektrischer Energie. Sie gehört zu den erneuerbaren Energien und wird mithilfe von Windenergieanlagen genutzt.
Dabei versetzt der Wind die Rotorblätter einer Anlage in Bewegung. Die dabei aufgenommene Energie wird über den Antriebsstrang und Generator in elektrische Energie umgewandelt und anschließend für die weitere Nutzung beziehungsweise Einspeisung in das Stromnetz bereitgestellt.
Grundsätzlich wird zwischen Onshore-Windenergie an Land und Offshore-Windenergie auf See unterschieden. Werden mehrere Windenergieanlagen räumlich zu einem gemeinsamen Energieprojekt zusammengefasst, spricht man von einem Windpark.
Für die Entwicklung von Windenergieprojekten sind geeignete Flächen und Standorte erforderlich. Neben energiewirtschaftlichen und umweltbezogenen Kriterien spielen dabei auch räumliche Faktoren wie Geländeverhältnisse, Grundstücksstrukturen, Erschließung und Netzanbindung eine Rolle.
Vermessungsdaten bilden bei der Planung und Realisierung von Windenergieprojekten eine wichtige Grundlage für die räumliche Planung und Umsetzung von Windkraftanlagen und Windparks.
Windkraftanlage
Eine Windkraftanlage ist eine technische Anlage, die die Bewegungsenergie des Windes in elektrische Energie umwandelt. Fachlich wird auch der Begriff Windenergieanlage (WEA) verwendet.
Zu den wesentlichen Bestandteilen gehören in der Regel Fundament, Turm, Gondel und Rotor mit Rotorblättern. In der Gondel befinden sich wichtige technische Komponenten zur Umwandlung der aufgenommenen Energie in elektrischen Strom. Aufbau und technische Ausführung unterscheiden sich je nach Anlagentyp.
Windenergieanlagen können sowohl an Land (Onshore) als auch auf See (Offshore) errichtet werden. Mehrere räumlich zusammengefasste Windenergieanlagen bilden einen Windpark.
Für die Errichtung einer Windenergieanlage müssen Standort und geometrische Lage eindeutig festgelegt werden. Vermessungsdaten liefern dabei wichtige Grundlagen für Planung, Genehmigung und spätere Bauausführung.
Ausführliche Informationen zu den vermessungstechnischen und planerischen Leistungen von buck Vermessung für Windenergieanlagen finden Sie auf unserer Leistungsseite Windparks & Windkraftanlagen.
Windpark
Ein Windpark ist ein räumlich zusammenhängendes Projekt aus mehreren Windenergieanlagen, die der Erzeugung elektrischer Energie aus Wind dienen. Neben den einzelnen Anlagen gehören zu einem Windpark in der Regel weitere infrastrukturelle Flächen und Einrichtungen, beispielsweise Zuwegungen, Montage- und Kranstellflächen sowie Kabel- und Netzanschlüsse.
Die Planung eines Windparks erfordert eine genaue Kenntnis der räumlichen und topografischen Gegebenheiten des Projektgebietes. Vermessungsdaten können hierfür wichtige Grundlagen liefern, beispielsweise zur Darstellung von Gelände, Grundstücksverhältnissen, bestehenden Strukturen und geplanten Anlagenstandorten.
Während der späteren Realisierung müssen die in der Planung festgelegten Positionen und Geometrien präzise in die Örtlichkeit übertragen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten können Vermessungen zudem zur Dokumentation des entstandenen Bestandes dienen.
Windparks stehen damit in engem Zusammenhang mit weiteren vermessungsrelevanten Themen wie Ingenieurvermessung, Trassenplanung, Absteckung, Geodaten und erneuerbaren Energien.
Ausführliche Informationen zu Planung, Vermessung und Projektbegleitung finden Sie auf unserer Leistungsseite Windparks & Windkraftanlagen.
WiredScore
WiredScore ist ein international eingesetztes Zertifizierungssystem zur Bewertung der digitalen Konnektivität und technischen Infrastruktur von Immobilien. Die Zertifizierung macht transparent, wie leistungsfähig, zuverlässig und zukunftsfähig die digitale Infrastruktur eines Gebäudes ist.
Bewertet werden je nach Gebäudetyp verschiedene Aspekte der digitalen Infrastruktur. Dazu gehören beispielsweise:
- Internetversorgung und verfügbare Konnektivität
- Mobilfunkversorgung innerhalb des Gebäudes
- digitale Services
- technische Infrastruktur und deren Erweiterbarkeit
- Ausfallsicherheit und technologische Resilienz
- Voraussetzungen für zukünftige technologische Entwicklungen
Nach erfolgreicher Bewertung kann eine Immobilie eine der Zertifizierungsstufen Certified, Silver, Gold oder Platinum erreichen. Für Gebäude in der Projektentwicklung besteht zudem die Möglichkeit einer Vorzertifizierung.
WiredScore wird unter anderem für Büro-, Wohn-, Logistik- und Light-Industrial-Immobilien sowie für Projektentwicklungen und Bestandsgebäude eingesetzt. Für Eigentümer, Projektentwickler und Nutzer schafft die Zertifizierung eine nachvollziehbare und vergleichbare Bewertung der digitalen Gebäudekonnektivität.
Von WiredScore zu unterscheiden ist SmartScore. Während WiredScore insbesondere die digitale Konnektivität und Infrastruktur eines Gebäudes bewertet, konzentriert sich SmartScore auf die eingesetzten Smart-Building-Technologien und deren Funktionalität.
Ein Beispiel aus der Praxis ist die Heeresbäckerei in Kassel, der Unternehmenssitz von buck Vermessung: Das Gebäude ist mit WiredScore Gold ausgezeichnet.
Wohnflächenverordnung (WoFlV)
Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) regelt die Berechnung der Wohnfläche von Wohnraum und legt fest, welche Grundflächen zur Wohnfläche gehören und in welchem Umfang sie angerechnet werden.
Zur Wohnfläche gehören grundsätzlich die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung beziehungsweise einem Wohnraum gehören. Bestimmte Flächen werden dabei abhängig von ihrer Beschaffenheit vollständig, teilweise oder gar nicht berücksichtigt. Dazu zählen beispielsweise Flächen unter Dachschrägen, Balkone, Loggien, Terrassen oder unbeheizte Wintergärten.
Bei der Berechnung spielt unter anderem die lichte Höhe eine wichtige Rolle. Grundflächen mit einer lichten Höhe von mindestens zwei Metern werden vollständig angerechnet. Flächen mit einer Höhe von mindestens einem Meter und weniger als zwei Metern werden zur Hälfte berücksichtigt; Flächen unter einem Meter bleiben unberücksichtigt.
Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen werden in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte ihrer Grundfläche angerechnet. Auch für beispielsweise Wintergärten und Schwimmbäder gelten je nach Ausführung unterschiedliche Anrechnungsregeln.
Nicht zur Wohnfläche zählen unter anderem bestimmte Zubehörräume wie Keller, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Waschküchen, Bodenräume und Garagen.
Die WoFlV ist insbesondere für die Wohnflächenberechnung im Wohnungsbau und bei gefördertem Wohnraum von Bedeutung. Darüber hinaus wird sie in der Immobilienpraxis häufig als Grundlage für die Ermittlung und Überprüfung von Wohnflächen herangezogen.
Für eine verlässliche Wohnflächenberechnung können vorhandene Planunterlagen verwendet oder die erforderlichen Maße durch ein Gebäudeaufmaß beziehungsweise eine digitale Bestandserfassung ermittelt werden.
Zerlegungsvermessung
Eine Zerlegungsvermessung ist eine Katastervermessung, bei der ein bestehendes Flurstück in zwei oder mehrere neue Flurstücke aufgeteilt wird. Dabei werden neue Flurstücksgrenzen und Grenzpunkte gebildet, vermessen und anschließend im Liegenschaftskataster nachgewiesen.
Zerlegungsvermessungen werden beispielsweise erforderlich, wenn Teile eines Grundstücks verkauft, neue Baugrundstücke geschaffen, Flächen für Straßen oder Erschließungsanlagen abgetrennt oder Grundstücksverhältnisse im Zuge einer Projektentwicklung neu geordnet werden sollen.
Die neuen Grenzen werden nach den katasterrechtlichen Vorgaben festgelegt und vermessungstechnisch bestimmt. Je nach Verfahren und den rechtlichen Voraussetzungen können neue Grenzpunkte abgemarkt, also dauerhaft in der Örtlichkeit gekennzeichnet werden. In Hessen besteht jedoch keine allgemeine Abmarkungspflicht.
Von der Zerlegungsvermessung zu unterscheiden ist die Sonderung. Dabei werden neue Flurstücksgrenzen unter bestimmten Voraussetzungen auf Grundlage der vorhandenen Katasterdaten festgelegt, ohne dass hierfür eine örtliche Vermessung der neuen Grenze erforderlich ist.
Nach Abschluss und Übernahme der Vermessungsergebnisse werden die neu entstandenen Flurstücke im Liegenschaftskataster geführt. Eine Zerlegung verändert zunächst die katastermäßige Gliederung in Flurstücke; Eigentumsverhältnisse und Grundstücke im rechtlichen Sinne werden dagegen im Grundbuch geführt.
In Hessen gehören Zerlegungsvermessungen zu den hoheitlichen Katastervermessungen und können unter anderem durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI) durchgeführt werden.
Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI)
Ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) ist ein Vermessungsingenieur, der aufgrund der jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften öffentlich bestellt und mit der Wahrnehmung bestimmter hoheitlicher Aufgaben des Vermessungswesens betraut ist. Die rechtlichen Voraussetzungen und Befugnisse richten sich nach dem jeweiligen Bundesland.
In Hessen sind ÖbVI Träger eines öffentlichen Amtes. Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören hoheitliche Tätigkeiten im Bereich der amtlichen Katastervermessung. Dazu zählen beispielsweise Vermessungen im Zusammenhang mit Grundstücksgrenzen, der Bildung neuer Flurstücke oder der Einmessung von Gebäuden.
Die Tätigkeit eines ÖbVI unterscheidet sich damit von der eines Vermessungsingenieurs ohne öffentliche Bestellung. Während Vermessungsingenieure grundsätzlich zahlreiche Aufgaben der Ingenieur-, Bau- und Bestandsvermessung übernehmen können, ist die öffentliche Bestellung Voraussetzung für bestimmte hoheitliche Tätigkeiten im Liegenschaftskataster.
Die Bestellung setzt eine entsprechende fachliche Qualifikation und Berufserfahrung voraus. ÖbVI sind bei der Ausübung ihres öffentlichen Amtes zu einer gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit verpflichtet.
Bei buck Vermessung ist Dipl.-Ing. Oliver Buck MA MRICS Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) in Hessen. Als ÖbVI-Büro ist buck Vermessung berechtigt, die entsprechenden hoheitlichen Katastervermessungen in Hessen durchzuführen.

